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Studentische Hilfskraft für das Projekt LArS.NRW gesucht

Für das neue Forschunsprojekt LArS.NRW – Lernen mit Animationsfilmen realer Szenen sozialwissenschaftlicher Unterrichtsfächer an der Professur Didaktik der Sozialwissenschaften von Prof. Dr. Sabine Manzel wird eine studentische Hilfskraft gesucht.

Haben Sie Interesse?
Dann bewerben Sie sich.

Alle Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung der Universität Duisburg-Essen.

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Schüler*innen interessieren sich nicht für die Themen im Kernlehrplan – oder doch?

Ein Studienprojekt zum politischen Interesse von
Realschüler*innen der 7. und 8. Klasse

Wie stark interessieren sich Schüler*innen der Sekundarstufe I sowohl allgemein als auch speziell für die im Kernlehrplan verankerten politischen Inhaltsfelder?

Dieser Frage geht Yasar Apak in CIVES-FLiP #3 nach. Er entwickelte zu diesem Zweck einen zweiteiligen Fragebogen und befragte Realschüler*innen einer siebten und achten Klasse.

Die Erhebung zeigt, dass das Interesse der Schüler*innen vor allem bei alltagsnahen und lebensweltlichen Themen steigt, wie z.B. Rechte und Pflichten von Jugendlichen. Der Autor reflektiert die Ergebnisse sowie die methodische Umsetzung und leitet Schlussfolgerungen für die Unterrichtspraxis ab.

Das Studienprojekt wurde im September 2018 an der Universität Duisburg-Essen am Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften verfasst und von Prof. Dr. Sabine Manzel betreut.

Der Autor studierte die Fächer Sozialwissenschaften und Biologie für das Lehramt an der Universität Duisburg-Essen. Im Herbst 2019 schloss er sein Studium erfolgreich ab und absolviert momentan sein Referendariat.

Weitere Informationen zur Reihe CIVES-FLiP sowie zu allen CIVES-Reihen und bisher erschienen Beiträgen erhalten Sie hier. Alle CIVES-Beiträge erscheinen im OpenAccess, vollumfänglich und kostenfrei.

Bildnachweis:
Bild 1: Eigenes Bild/CIVES
Bild 2: StockSnap via Pixabay

Sprachbildung und Politisches
Urteilen im Politikunterricht

Ideen für die Unterrichtspraxis in POLIS 3/2020

Wie kann sprachliches Lernen im Politik-/SoWi-Unterricht umgesetzt werden, um fachliche Literalität zu fördern?

Dieser Frage gehen mehrere Fachdidaktiker*innen in der aktuellen POLIS-Ausgabe des Wochenschau Verlags zum Schwerpunkt „Sprachbildung und Politikunterricht“ nach.

Prof. Dr. Sabine Manzel und Claudia Forkarth stellen in der Didaktischen Werkstatt vor, wie der textsortenbasierte Lehr-Lern-Zyklus für Sprachbildung und Politiklernen im Unterricht genutzt werden kann.

CIVES-Praxistest #10 erschienen

Wirtschaftspolitik.cc – Offenes, digitales und interaktives Lernmaterial für den SoWi-Unterricht in der Sek II

Die digitale Bildung erlebt seit den Corona-bedingten Schulschließungen einen enormen Aufschwung. Konzepte für hybrides Lernen sowie digitale Materialien werden benötigt. Dabei ist es für Lehrende und Lernende nicht immer einfach, qualitativ gute und inhaltlich passende Online-Ressourcen zu finden – zumal, wenn sie rechtssicher und idealerweise auch bearbeitbar sein sollen. 

Die neue digitale Lehr- und Lernressource Wirtschaftspolitik.cc vom Institut für Sozioökonomie füllt genau diese Lücke (mehr Infos hier).

Passend zum neuen Schuljahr ist der CIVES-Praxistest #10 erschienen. Darin stellt Julian Becker das umfangreiche Bildungsangebot Wirtschaftspolitik.cc vor:

Mit der Webseite wird der Buchgedanke ins digitale Zeitalter übertragen. Die aktuell 55 Lerneinheiten lassen sich am PC, Laptop, Tablet und Smartphone nutzen. Eine Registrierung oder ein Programm-Download sind nicht nötig.

CIVES-Praxistest10-Cover

Das Material orientiert sich am Inhaltsfeld Wirtschaftspolitik des Kernlehrplans Sozialwissenschaften für die Sekundarstufe II in NRW. Es kann als Schulbuch oder als Materialsammlung genutzt werden. Eins der Vorzüge des digitalen Lernmittels sind die rund 50 interaktiven Elemente sowie 40 responsiven Diagramme, welche Themen wie Arbeitslosigkeit, Konjunkturschwankungen und wirtschaftspolitische Kontroversen abwechslungsreich und leicht verständlich vermitteln.

Jeder Lernabschnitt enthält exemplarische Arbeitsaufträge und eignet sich sowohl für den Einsatz im Oberstufen-Unterricht als auch zum selbstgesteuerten Lernen.

Durch die weitgehend verwendeten Creative-Commons-Lizenzen kann das Material nicht nur kostenfrei von jedem benutzt, sondern auch individuell bearbeitet und für einzelne Lerngruppen adaptiert werden. Lehrkräfte können das Material anpassen, erweitern, speichern und verändert weitergeben. Durch die Möglichkeit, Elemente zu kopieren, können Grafiken, Diagramme und weitere Tools auch in ein eigenes Lernmanagement-System, wie z.B. Moodle, integriert werden.

Inhaltlich betont das Lernmaterial Wirtschaftspolitik.cc die Vielfalt der ökonomischen Perspektiven sowie wirtschaftspolitische Kontroversität. Es fokussiert eine gesamtwirtschaftliche Betrachtungsweise und bezieht historische Kontexte mit ein.

Fotoporträt-Julian-Becker-IfSO-UDE

Entwickelt und erstellt wurde Wirtschaftspolitik.cc von Julian Becker vom Institut für Sozioökonomie der UDE, gemeinsam mit Prof. Till van Treeck und weiteren Partner*innen.

Im CIVES-Praxistest #10 liefert Julian Becker Erläuterungen zum Aufbau des Lernmaterials sowie konkrete Impulse für Einsatzmöglichkeiten in Unterricht und Seminar. Darüber hinaus vermittelt er Hintergrundinformationen zu Open Educational Resources (OER), Fachwissen zu Creative-Commons-Lizenzen und technische Tipps. Umfangreiche Bild-Beispiele, Querverweise, Verlinkungen und Fußnoten mit weiterführender Literatur motivieren zu eigenem Ausprobieren des Materials.

Online-Tagung zu sprachsensiblem Fachunterricht

Am Montag, den 7. September 2020

Wie kann Schreiben im Sprach- und Fachunterricht wirksam gefördert werden? Mit dieser Frage haben sich die Mitarbeiter*innen des interdisziplinären BMBF-Projektes SchriFT (Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen), an der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsallianz Ruhr in den letzten Jahren beschäftigt.

Untersucht wurden die Auswirkungen von sprachsensiblem Unterricht in den Schulfächern Geschichte, Physik, Politik und Technik. Dabei wurde überprüft, welche Unterrichts- und Förderkonzepte zur Verbindung von fachlichem und sprachlichem Lernen wirksam sind. Außerdem sollte herausgefunden werden, ob eine koordinierte Schreibförderung im Herkunftssprachenunterricht (HSU) Türkisch und im Deutschunterricht dazu führt, dass Schüler*innen die Ressourcen beider Sprachen vernetzen können.

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Anfang des Jahres sind zwei Veröffentlichungen mit Beiträgen von Prof. Dr. Sabine Manzel und Farina Nagel für das Fach Politik/Gesellschaftslehre erschienen.   

Zum Projektabschluss von SchriFT findet am 7. September 2020 eine große Online-Tagung statt.  Es werden die zentralen Ergebnisse vorgestellt und Impulse zur Gestaltung eines sprachsensiblen Fachunterrichts unter Einbeziehung von Mehrsprachigkeitsaspekten gegeben. Darüber hinaus finden fachspezifische Vorträge statt. Über digitale Tools können sich Interessierte direkt mi den Fachexpert*innen austauschen.

Zur Anmeldung über das Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache geht es hier.

Für das Fach SoWi wird SchriFT- und CIVES-Mitarbeiterin Claudia Forkarth zusammen mit Prof. Dr. Markus Bernhardt, Prof. Dr. Sabine Manzel und Charlotte Husemann einen Vortrag zum Thema „Fachsprachlich Erklären im GL-Unterricht – Impulse aus politik- und geschichtsdidaktischer Perspektive“ halten.

Neue Lernmaterialien zum Thema Wirtschaftspolitik

Offene Online-Ressource des Instituts für Sozioökonomie

Das Institut für Sozioökonomie der Universität Duisburg-Essen hat ein neues, digitales Lernmittel zum Inhaltsfeld Wirtschaftspolitik für Schulen und Universitäten herausgegeben.

Symbolbild-Hafen-Containerschiff von oben-Wirtschaftspolitik.cc als Webangebot mit Logos

Anhand verschiedener Texte, responsiver Diagramme, interaktiver Elemente, Videos und Audio-Dateien werden Inhalte zu Themen wie Wirtschaftspolitik, Arbeitslosigkeit, Konjunkturschwankungen u.v.m. vermittelt.

Die 55 Lerneinheiten und rund 50 Anwendungen in drei Kapiteln wurden von Prof. Dr. Till van Treeck und Julian Becker verfasst und erarbeitet. Sie orientieren sich eng am aktuellen Kernlehrplan für das Fach Sozialwissenschaften der Sekundarstufe II in Nordrhein-Westfalen. Die Lernmaterialien werden ständig weiterentwickelt und können sowohl als digitales Schulbuch als auch als flexibler Materialbaukasten verwendet und adaptiert werden.

Der Fokus des neuen Webangebots liegt dabei auf der Pluralität der unterschiedlichen ökonomischen Perspektiven und einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung. Das Material steht unter Creative-Commons-Lizenzen und kann daher kostenlos und online frei zugänglich unter wirtschaftspolitik.cc genutzt werden, ganz ohne Registrierung.

Mehr Informationen zu der Seite, den Schwerpunkten und den Inhalten gibt es hier.

Bildnachweis:
Bild 1: IfSO
Bild 2: montiert/privat

Digitale Lehrerbildung im Fach Sozialwissenschaften

Drei Politikdidaktikerinnen an NRW-Universitäten entwickeln frei zugängliche Unterrichtsvideos 

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert mit 10,5 Millionen Euro 18 Konzepte zur Entwicklung digitaler Lehr-Lernformate.

Bewilligt wurde auch das gemeinsame Fachdidaktik-Projekt „Lernen mit Animationsfilmen realer Szenen sozialwissenschaftlicher Unterrichtsfächer“ (kurz: LArS) der TU Dortmund, Universität Duisburg-Essen und der Bergischen Universität Wuppertal.

Im Rahmen der Förderlinie „OERContent.nrw“ entwickelt ein hochschulübergreifendes Team aus Politikdidaktikerinnen ein frei zugängliches, digitales Lehr-Lern-Angebot zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte im Fach Sozialwissenschaften. Für das Projekt wird ein vorliegender Pool aus Unterrichtsvideos in Form des innovativen Animationsfilmformats für die Lehrerbildung nutzbar gemacht.

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OERContent.nrw ist die größte bundesweite Förderlinie für offene Bildungsressourcen. Die Angebote werden im neuen Online-Landesportal ORCA.nrw (Open Ressources Campus NRW) eingestellt und damit allen Studierenden und Lehrenden in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen.

Pressemitteilung der UDE hier.

Pressemitteilung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW hier.

Beteiligte Personen:
Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Dorothee Gronostay (TU Dortmund, Konsortialführerschaft)
Prof. Dr. Sabine Manzel (Universität Duisburg-Essen)
Vertr.-Prof. Dr. Katrin Hahn-Laudenberg (Bergische Universität Wuppertal)

Finanziert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

CIVES-Praxistest #9 erschienen

Unter der Lupe: Lernaufgaben im Politikunterricht der Sekundarstufe I

„Ein Loblied auf Aufgaben. Vieles kommt und geht in der Didaktik, Aufgaben bleiben. Es gibt kein Lernen und kein Lehren ohne Aufgaben. Insofern können wir auf vieles verzichten, nur nicht auf Aufgaben“ (Leisen, 2020).

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Konstruktive Aufgabenstellungen zu entwickeln, ist ein zentraler Schritt bei der Unterrichtsplanung. Die Anforderungen an Aufgaben sind dabei keineswegs gering: Sie sollen Denkprozesse auslösen, zur elaborierten Auseinandersetzung mit dem Gegenstand motivieren, dabei verständlich formuliert und binnendifferenziert gestaltet sein, angemessen herausfordern sowie am Vorwissen der Schüler*innen anknüpfen – um nur einige Kriterien aufzuführen.

Für den Unterricht in Politik/Wirtschaft/GL/SoWi interessiert zudem der fachdidaktische Blick: Nach May (2011, 2015) sind in dieser Domäne insbesondere solche Aufgaben für das fachliche Lernen relevant, die die Schüler*innen mit Bedingungen und Herausforderungen konfrontieren, denen Bürger*innen in einer Demokratie gegenüberstehen. So werden fachliches Wissen und politische Handlungs- und Urteilsfähigkeit gefördert.

Doch kognitiv aktivierende Lernaufgaben im Schulalltag zu gestalten, fällt nicht immer leicht. Es existieren außerdem bislang nur wenige empirische Untersuchungen zu Lernaufgaben im sozialwissenschaftlichen Fachunterricht.

Autor*innen

CIVES-Praxistest #9 nimmt daher das Thema näher unter die Lupe und bietet sowohl einen theoretischen Hintergrund als auch Anregungen für die Unterrichtspraxis.

Das Autorenteam geht dabei systematisch vor und schärft zunächst den Begriff der Lernaufgabe. Anschließend betrachtet es bereits entwickelte Kriterien für kompetenzorientierte Aufgaben und untersucht sodann in einer qualitativen Analyse beispielhaft einzelne Schulbuchaufgaben zum Thema Wahlen (Kontext Kernlehrplan der Sekundarstufe I für die Realschule in Nordrhein-Westfalen). Abschließend werden die Analyseergebnisse eingeordnet, um die exemplarische Analyse einer Aufgabenformulierung erweitert und die Bedeutung für die Unterrichtspraxis diskutiert.

Frank Eike Zischke und Claudia Forkarth sind wissenschaftliche Mitarbeiter/in an der Professur Didaktik der Sozialwissenschaften von Prof. Dr. Sabine Manzel an der Universität Duisburg-Essen.  

Bildnachweis:
Bild 1: Eigenes Bild/CIVES
Bild 2: montiert/privat

Quellenangabe Zitat:
Leisen, J. (2020). Aufgabenstellungen und Aufgabenkultur. Steuerung von Lernprozessen durch Aufgabenstellungen. Online verfügbar.

Wechselseitige Bezüge von
Forschung und Praxisfeld

Arbeitskreis Fachunterrichtsforschung Politik tagt am
3./4. Dezember 2020 in Essen

Der Arbeitskreis Fachunterrichtsforschung Politik (AFP) der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) lädt herzlich zur Tagung Anfang Dezember an den Campus Essen ein.

CfP-AFP-Tagung

Thema der Tagung ist Forschung – Praxisfeld – Forschung. Beabsichtigte und unbeabsichtigte Interventionen in der Politikdidaktik“.

Einerseits soll das Potenzial von Interventionsstudien für die fachdidaktische Grundlagenforschung in der Politikdidaktik beleuchtet werden. Andererseits will die Tagung auch den Blick auf Studien richten, die sich möglichst unverstellt dem Unterrichtsalltag zuwenden und sich gerade nicht als Interventionsstudien verstehen.

Beide Ansätze eint jedoch die Frage: Wie wirkt Forschung aufs Feld?

Geplant sind Kurzvorträge mit anschließender Diskussion sowie Werkstattformate mit Arbeit an Material. Beiträge können bis 30.06.2020 bei Prof. Dr. Sabine Manzel eingereicht werden. Nähere Informationen finden Sie im Call for Papers.

AFP-Tagung

Über die Beteiligung von Nachwuchswissenschaftler*innen zusammen mit ihren Doktor-„Müttern“ und –„Vätern“ und den gemeinsamen Austausch über die Projekte würden wir uns sehr freuen.

Weitere Informationen zur Tagung sowie zur Anmeldung finden Sie in Kürze hier auf der CIVES-Website.

Diagnostische Fähigkeiten von SoWi-Lehrkräften

Dr. Matthias Sowinski entwickelt Testinstrument

Was wissen meine Schüler*innen (nicht)? Diese Frage zu beantworten, gehört zum alltäglichen to do von Lehrkräften. Diagnostische Fähigkeiten sind einer der elementaren Bausteine der Lehrprofession.

Matthias-Sowinski

Ob und wie bereits Lehramtsstudierende über diese professionellen Kompetenzen verfügen, untersucht Dr. Matthias Sowinski in seiner Dissertation „Diagnosefähigkeit von angehenden Lehrkräften im Übergang vom Sachunterricht zum Fachunterricht Politik“, welche im Universitätsverlag erschienen ist (Zugriff zur kostenfreien Online-Ressource hier über die UB).

Da in der politikdidaktischen Forschung bislang nur wenige Untersuchungen zum Thema durchgeführt wurden, entwickelte Matthias Sowinski zunächst ein Testinstrument zur Messung der diagnostischen Fähigkeiten von angehenden Lehrkräften der Fächer Sachunterricht und Politik.

In seiner zweiteiligen Studie erhob er Wortassoziationsketten, Concept Maps und transkribierte Videoausschnitte aus realen Unterrichtssituationen zum Thema Wahlen. Nach der qualitativen Auswertung des Datenmaterials entwickelte er ein valides Testverfahren, in dem Schüler(fehl)vorstellungen zum Fachkonzept Wahlen anhand von authentischen Materialien erfasst wurden.  

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Insgesamt 127 Studierende der Lehramtsstudiengänge Sachunterricht und Politik von sechs unterschiedlichen Universitäten aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen nahmen an der Untersuchung teil, um die Ausprägung ihrer diagnostischen Kompetenzen erforschen zu können.

Zwischen den beiden Gruppen zeigten sich zwar Unterschiede in Bezug auf das Fachwissen – Lehramtsstudierende der Sek I zeigten mehr Fachwissen über politische Wahlen als Sachunterrichtsstudierende – ihre Diagnosefähigkeiten waren jedoch gleich. Beide Studierendengruppen zeigten nur schwache Ausprägungen.

Die Vermutung liegt nahe, dass erst in der zweiten Ausbildungsphase im Referendariat das Deuten von Schülervorstellungen in den eigenen Unterrichtsversuchen erlernt wird.

Dr. Matthias Sowinski wurde im Mai 2019 durch Prof. Dr. Sabine Manzel, Inhaberin der Professur für Didaktik der Sozialwissenschaften, an der Universität Duisburg-Essen promoviert. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Professur und am Graduiertenkolleg SuSe I tätig. Aktuell ist er Referendar an einer Gesamtschule in Dortmund.

Schüler*innen in SoWi/Politik/
Wirtschaft sprachlich UND
fachlich fördern

Zwei neue Veröffentlichungen von Sabine Manzel und
Farina Nagel erschienen

Cover_Sammelbände

Schule und Unterricht sind von sprachlicher Heterogenität geprägt. Die Frage, wie Lehrer*innen produktiv mit dieser Vielfalt umgehen können, ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Querschnittsthemen der Lehrkräftebildung geworden.

An der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsallianz Ruhr wird hierzu seit mehreren Jahren im Rahmen des interdisziplinären BMBF-Projekts SchriFT geforscht.

Jetzt sind zwei neue Bücher erschienen, die sowohl die theoretischen Grundlagen der Zusammenhänge von sprachlichem und fachlichem Lernen übersichtlich darstellen als auch erste Forschungsergebnisse und Förderkonzepte präsentieren.

In dem Beitrag „Politik/Gesellschaftslehre, Sekundarstufe I: Textsortenbasierte Schreibförderung im sozialwissenschaftlichen Unterricht“ von Prof. Dr. Sabine Manzel und Dr. Farina Nagel stehen sprachliche Handlungen im Fach Politik/Gesellschaftslehre in NRW im Fokus.

Collage_Manzel_Nagel

Anhand eines textsortenspezifischen Ansatzes werden fachliche Ziele, sprachliche Handlungen und Mittel identifiziert, entschlüsselt und auf fachliche Umsetzungen durch Scaffolding und den Genre Cycle eingegangen.

Der Band „Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen“ (2019) von Heike Roll, Markus Bernhardt, Christine Enzenbach, Hans E. Fischer, Erkan Gürsoy, Heiko Krabbe, Martin Lang, Sabine Manzel und Isil Uluçam-Wegmann präsentiert die Forschungsergebnisse des Projekts „Schrift I“. Sabine Manzel und Farina Nagel betrachten in ihrem Beitrag „Sprachliches Lernen und Wissenserwerb im Politikunterricht – empirische Hinweise für eine fachspezifische Sprach- und Schreibförderung“.


SchriFT II – Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen – Eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit von fachübergreifender und fachspezifischer Schreibförderung in kooperativen Settings

Das Projekt ist ein Beitrag zur interdisziplinären empirischen Unterrichtsforschung und wird im Rahmen der UAR gemeinsam von den fachdidaktischen Lehrstühlen der Geschichte, Sozialwissenschaften, Technik sowie der Turkistik an der Universität Duisburg-Essen und dem fachdidaktischen Lehrstuhl für Physik an der Universität Bochum unter Leitung des Instituts Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Duisburg-Essen durchgeführt und schließt an das von 2014-2017 durchgeführte Forschungsprojekt Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen an.

https://www.uni-due.de/schrift/

Ansprechpartnerin für Politik/SoWi/GL/Wirtschaft:
Claudia Forkarth, M.Ed.

Sammelbände:

Peuschel, Kristina, & Burkard, Anne. (2019). Sprachliche Bildung und Deutsch als Zweitsprache in den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Tübingen: Narr Francke Attempto. https://t1p.de/u2u7

Roll, Heike & Bernhardt, Markus (Hrsg.) (2019). Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen: Empirische Befunde aus den Fächern Geschichte, Physik, Technik, Politik, Deutsch und Türkisch. Münster; New York: Waxmann. https://t1p.de/tjsh

SoWi-Fachnetzwerk tauscht sich beim Tag der Lehrerbildung aus

Zweite Praxissemester-Fachtagung zum Thema Forschendes Lernen

Einmal im Jahr findet der Tag der Lehrerbildung an der Universität Duisburg-Essen statt. Ausgerichtet vom Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) gab es am 19. Februar 2020 gleich „2in1“ – ein Veranstaltungsdoppelpack, denn angeschlossen an den Tag der Lehrerbildung fand die zweite Facharbeitsgruppen (FARG)-Tagung zum Praxissemester statt.

Im Fokus der Tagung stand das Forschende Lernen, insbesondere die „Studienprojekte zur Entwicklung einer forschend-reflektierenden Grundhaltung im Professionalisierungsprozess angehender Lehrkräfte“.

Klicken Sie hier für den ZLB-Tagungsbericht sowie die Bildergalerie.

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Auch das SoWi-Fachnetzwerk, bestehend aus Ausbilder*innen im Lehramt SoWi, d. h. Fachdidaktik-Dozierende der Uni, Fachleiter*innen der ZfsL’en, interessierte Lehrer*innen an den Praxissemester-Schulen sowie Studierende kamen zusammen, um sich aus fachlicher Perspektive zur gemeinsamen Ausbildungsphase im Master of Education (M.Ed.) auszutauschen.

Laura Möllers von der CIVES School und Dr. Dennis Neumann, Dozent und Studiengangsbeauftragter der sozialwissenschaftlichen Lehramtsstudiengänge, moderierten das mittlerweile elfte Fachnetzwerk-Treffen.

Gemeinsam diskutierte die Runde die drei formulierten Tagungsziele aus Sicht der drei Lernorte:

  1. Transparenz über die Bedeutung von Studienprojekten zur Entwicklung der forschenden Grundhaltung künftiger Lehrkräfte herstellen.
  2. Einsicht in die berufspraktische Relevanz der forschenden Grundhaltung für die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht gewinnen.
  3. Akzeptanz für die Entwicklung und Durchführung von Studienprojekten bei allen Beteiligten fördern.
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Besonderer Gast bei diesem Treffen war der Illustrator und Graphic Designer Jonas Heidebrecht, der die Ergebnisse des SoWi-Workshops eindrucksvoll visuell dokumentierte.

Wenn Sie Interesse haben im SoWi-Fachnetzwerk mitzuarbeiten, wenden Sie sich an Laura Möllers.

Bildnachweis:
Alle Bilder: ZLB oder CIVES/UDE

Politisches Interesse von
Schüler*innen

Eine Befragung im Rahmen des Praxissemesters

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Politisches Interesse gilt als wichtige Bedingung für politisches Engagement und kann das Verständnis von politischen Inhalten und Prozessen verbessern. Ziel von sozialwissenschaftlichem Fachunterricht ist daher, das politische Interesse durch lernproduktive Aufgabenstellungen (siehe CIVES-Praxistest #9) zu fördern.

Aufgrund der Relevanz untersuchte Philipp Lewin während seines Praxissemesters das politische Interesse in „seinen“ Klassen. Er führte eine schriftliche Befragung bei 132 Schülerinnen an einem Mädchengymnasium durch und setzte hierfür Items aus der Eingangsbefragung des BLK-Programms Demokratie lernen und leben ein.

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Bei der Untersuchung berücksichtigte er klassenspezifische und soziokulturelle Faktoren und konnte Unterschiede zwischen den Befragungspersonen aus bildungsnahen und bildungsfernen Schichten in Hinblick auf das politische Interesse bestätigen.

Das Studienprojekt wurde im September 2017 am Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften verfasst und von Prof. Dr. Sabine Manzel betreut.

Der Autor studierte an der Universität Duisburg-Essen die Fächer Sozialwissenschaften und Mathematik für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen. Er schloss im Sommer 2019 erfolgreich den Master of Education (M. Ed.) ab und absolviert aktuell sein Referendariat.

CIVES-FLiP#2 steht hier zum Download bereit.

Weitere Informationen zur Reihe CIVES-FLiP sowie zu allen CIVES-Reihen und bisher erschienen Beiträgen erhalten Sie hier. Alle CIVES-Beiträge erscheinen im OpenAccess, vollumfänglich und kostenfrei.

Bildnachweis:
Bild 1: Eigenes Bild/CIVES
Bild 2: F1Digitals via Pixabay

Politische Bildung außerhalb von Schule kennen lernen

Seminar zum Berufsfeldpraktikum unternimmt Exkursion zum Landtag NRW

BFP-Landtagsexkursion

Wie können Schüler*innen im Unterricht für Politik und Demokratie begeistert werden? Welche außerschulischen Angebote gibt es, die Lehrkräfte hierbei unterstützen? Welche Bedeutung haben Exkursionen für das politische Lernen?

Diese und weitere Fragen diskutierten Teilnehmende im Rahmen des Seminars „Vorbereitung Berufsfeldpraktikum“ im Fach Lehramt Sozialwissenschaften. Die Studierenden widmeten sich der politischen Bildung in außerschulischen Lehr-Lern-Prozessen und an außerschulischen Lernorten.

Die Makromethoden „Planspiel“ sowie „Erkundung“ und deren fachdidaktische Prinzipien, Chancen und Schwierigkeiten wurden hierbei näher fokussiert. Mitte Januar besuchten sie dann selbst den Landtag Nordrhein-Westfalens und tauschten sich mit MdL Dietmar Bell in einem Expertengespräch zu parlamentarischen und parteilichen Prozessen aus. Neben dem Gespräch erhielten die Studierenden bei der Exkursion Einblicke in die Abläufe und Geschichte des Landesparlaments.

Zuvor waren im Herbst verschiedene Praktiker*innen der außerschulischen politischen Bildung zu Gast im Seminar gewesen. Die Seminargruppe freute sich u.a. über den Besuch von Jonas Israel, Referent für Digitale Medien bei der Landeszentrale für politische Bildung NRW sowie Inken Renner, Referentin für Demokratieförderung & Netzwerk für Demokratie und Courage NRW beim Landesjugendring NRW e.V.

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Die Referent*innen stellten die verschiedenen Arbeitsbereiche eines politischen Bildungsträgers vor und gaben Einblicke in den konkreten Berufsalltag sowie die organisatorische und methodisch-didaktische Planung und Umsetzung von Bildungsveranstaltungen im Bereich der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung.

BFP_Besuch-Praxisgast-InkenRenner_LJR-NRW

Die Studierenden fragten interessiert nach, wie die Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern noch besser gelingen könne und diskutierten mit den Referent*innen die aktuellen Herausforderungen der schulischen sowie außerschulischen politischen Bildungsarbeit.

Sprachsensibel unterrichten

Workshop für die Fächer Politik, Wirtschaft,
Gesellschaftslehre, Sozialwissenschaften

Jedes Schulfach hat seine eigenen sprachlichen Strukturen und Anforderungen, die nicht als bekannt vorausgesetzt werden können, sondern im Fach selbst gelernt und geübt werden müssen.

Zunehmend wird daher gefordert, dass Fachunterricht sprachsensibler gestaltet werden müsse. Dies gilt auch für den Unterricht in den sozialwissenschaftlichen Fächern: Auch auf das politische Lernen haben Sprachfähigkeiten und Sprachlernen großen Einfluss.

Im Projekt „SchriFT“ der Universitätsallianz Ruhr wird zum Zusammenhang von sprachlichem und fachlichem Lernen geforscht und Unterstützungssysteme für den Unterricht entwickelt.

In einem Workshop am 4. Dezember 2019 für Lehrer*innen und SoWi-Ausbilder*innen an ZfsLen führte Claudia Forkarth, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Didaktik der Sozialwissenschaften von Prof. Sabine Manzel, kurz in den Stand der aktuellen Forschung und die theoretischen Grundlagen sprachsensibler Unterrichtsgestaltung ein.

Nach einem Selbstversuch der Teilnehmenden zeigte Claudia Forkarth konkrete Möglichkeiten der Sprach- und Schreibförderung auf. Sie zeigte anschauliche Unterrichtsbeispiele beruhend auf dem textsortenbasierten Lehr-Lern-Zyklus.

In mehreren Arbeitsphasen konnten vorhandene Unterrichtsbeispiele und Materialien erprobt und reflektiert sowie eigene Ideen für den Unterrichtsalltag (weiter)entwickelt werden. Hierbei wurden auch die Chancen, Herausforderungen und Realisierungsmöglichkeiten sprachsensiblen Unterrichtens in den sozialwissenschaftlichen Fächern diskutiert.