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Die (scheinbar) neutrale Welt
der Diagramme

Eine sprachsensible Methodenstunde für den Politikunterricht

Abbildung des Deckblatts von CIVES-Forum #10

Ob Wahlergebnisse, eine Übersicht zur Nettoeinkommensentwicklung oder die Bevölkerungsvorausberechnung – Statistiken sind fester Bestandteil der Sozialwissenschaften und der Nachrichtenberichterstattung. Um gesellschaftliche Realität und Politik verstehen und interpretieren zu können, ist es nötig, Tabellen und Diagrammen lesen und analysieren zu können (Tanzer, 2008, S. 41).

Trotz anerkannter Relevanz von Data Literacy in der politischen Bildung, ist die Förderung von Methodenkompetenz mit Fokus auf Statistiken eher selten Thema in einschlägigen politikdidaktischen Handbüchern. Doch als diskontinuierliche Textsorte bedarf bspw. ein Diagramm anderer Lese- und Auswertungsstrategien.

Portraitfotografie der Autorin von CIVES-Forum 10, Sarah-Christin Prange

Auf diesen fachdidaktischen Bedarf geht Sarah-Christin Prange im CIVES-Forum #10 ein. Die Autorin entwickelt hierin zwei Methodenstunden, in denen die Analysefähigkeit von Diagrammen schrittweise gefördert wird. Der Unterrichtsentwurf kann an verschiedene Jahrgangsstufen und Lernniveaus angepasst werden. Durch den geringen Stundenumfang ist eine flexible Einbettung in jedes Inhaltsfeld möglich, oder auch der kurzfristige Unterrichtseinsatz, um Methodenwissen ‚aufzufrischen‘.

Die methodischen Ziele stehen im Vordergrund. Aufgrund durchgängiger Sprachsensibilität bietet CIVES-Forum #10 gleichzeitig eine konkrete Anregung dafür, wie eine Verbindung von sprachlichen, inhaltlichen und methodischen Inhalten im Unterricht gelingen kann.

Logo von ProDaz Deutsch als Zweitsprache in allen Fächern an der UDE

Das Material ist im Arbeitsbereich von ProDaz: Deutsch als Zweitsprache in allen Fächern am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Duisburg-Essen entstanden. Auf der ProDaz-Website sind weitere sprachsensible Unterrichtsentwürfe für verschiedene Fächer zu finden.

Welchen Mehrwert bietet GeoGebra für den Unterricht zu Wirtschaftsthemen?

Zu Gast bei einer Veranstaltung des ZSL Bad Wildbad

Ein Beitrag von Julian Becker

Eine GeoGebra-Anwendung zum Thema „Konjunktur“ auf wirtschaftspolitik.cc.

Im Bereich des Mathematik-Unterrichts ist die Mathematik-Software GeoGebra fest etabliert. Sie ermöglicht eine interaktive Auseinandersetzung und operiert auf verschiedenen Darstellungsebenen. Digitalisierung kann hier mit einem tatsächlichen Mehrwert einhergehen, der über die bloße Reproduktion nicht-digitaler Inhalte in anderer Form hinausgeht.

Auch im Rahmen des Unterrichts zu Wirtschaftsthemen bietet GeoGebra ein – bisher aus unserer Sicht noch zu wenig ausgeschöpftes – Potential, sei es z. B. für die interaktive Auseinandersetzung mit ökonomiebezogenen Modellen, Konzepten und Theorien oder die Analyse ökonomischer Daten. Auf wirtschaftspolitik.cc, unserer Webseite mit offenen Lehrmaterialien zum Inhaltsfeld Wirtschaftspolitik bieten wir daher aktuell 15 GeoGebra-Anwendungen an, mit ganz unterschiedlichem Zuschnitt und divergierender Komplexität. Ein Grund für den Einsatz des Programms dort ist auch, dass GeoGebra von einer grundlegenden Vereinbarkeit mit dem OER-Ansatz geprägt ist (bei gewissen Abstrichen).

Anfang April waren Steffen Schmitz, ehemaliger Lehramtsstudent an der UDE und inzwischen Lehrer für die Fächer Sozialwissenschaften und Mathematik, und ich zu einer Tagung des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung in Bad Wildbad (Baden-Württemberg) eingeladen, um über den Mehrwert von GeoGebra für den Unterricht zu Wirtschaftsthemen zu sprechen. Neben einer allgemeinen Einführung in die Software, ihre (didaktischen) Stärken und Schwächen sowie einer Vorstellung existierender Anwendungen von wirtschaftspolitik.cc ging es auch ganz praktisch darum, eine eigene GeoGebra-Anwendung mithilfe einer Anleitung zu entwickeln.

Bei dieser Anwendung wurde eine für den Schuleinsatz stark reduzierte Version des Online-Tools Decoupling or Degrowth? „nachgebaut“, das seine Entwickler Franz Prante und Till van Treeck vor kurzem auf unserem ifsoblog vorgestellt haben. Mit diesem Tool kann interaktiv der Frage nachgegangen werden: Welche Rollen müssen die Reduktion des Wirtschaftswachstums und der Rückgang der CO2-Intensität der Produktion spielen, wenn das 1,5-Grad Ziel noch eingehalten werden soll?

Die GeoGebra-Anwendung kann hier verwendet werden, das sehr empfehlenswerte Original-Tool ist hier zu finden. Die PDF-Anleitung zur Entwicklung der GeoGebra-Anwendung kann hier heruntergeladen werden. Sie bezieht sich auf die GeoGebra-Version „Classic 5“.

Wir bedanken uns für die Einladung und den Austausch, der sich hier ergeben hat.

Bildschirmfoto der GeoGebra-Anwendung von Julian Becker sowie seiner PDF-Anleitung zur Gestaltung einer GeoGebra-Anwendung zu "Degrowth or Decoupling?"
Beispiel-Ansicht der GeoGebra-Anwendung sowie der Anleitung zur Gestaltung

Zur Person

Julian BeckerJulian Becker war von 2014 bis 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der CIVES! School of Civic Education. Seit 2017 arbeitet er für das Institut für Sozioökonomie an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Entwicklung von Lehrmedien, OER für die sozioökonomische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien und Schulbücher zu ökonomiebezogenen Themen.

Er ist Autor des digitalen Lernangebots wirtschaftspolitik.cc, dessen Entstehungsgeschichte und Konzept er in CIVES-Praxistest#10 erläutert.

Darüber hinaus engagiert sich Julian Becker in der Lehrerfortbildung und bietet auch im Rahmen von CIVES immer wieder Workshops für SoWi-Lehrkräfte an.

Perspektive #Ukraine

Eine öffentliche Vorlesungsreihe des Instituts für Politikwissenschaft und des Instituts für Entwicklung und Frieden an der Universität Duisburg-Essen

Im Sommersemester 2022 laden das Institut für Politikwissenschaft (IfP) und das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) zu einer digitalen Ringvorlesung anlässlich des russischen Einmarsches in die Ukraine. Expert*innen der Institute IfP und INEF sowie des Instituts für Sozioökonomie (IfSO), Institute of East-Asian Studies (In-East) und des Käte Hamburger Kollegs (KHK) diskutieren verschiedene Perspektiven auf Ursachen und Auswirkungen des Ukraine-Krieges.

Die Ringvorlesung findet bis auf wenige Ausnahmen wöchentlich statt und wird als Zoom-Webinar umgesetzt. Genauere Hinweise sind auf der eigens eingerichteten Homepage zu entnehmen: https://www.uni-due.de/politik/perspektive_ukraine_sose2022.php

Zur Anmeldung bitte das eingerichtete Anmeldetool von Zoom verwenden: https://uni-due.zoom.us/webinar/register/WN_ducf77DjTN6c9mQom1Il9g

Die Veranstaltungen werden aufgezeichnet, es ist geplant, diese im Nachhinein verfügbar zu machen.

Sprachsensible Unterrichtsreihe zum Thema
„Medien und Demokratie“

Ein Interview mit der Autorin

Wie kann das Schreiben im Fachunterricht gefördert werden?

Mit dieser Frage haben sich ProDaz-Mitarbeiterin Claudia Forkarth M.Ed. und Prof. Dr. Sabine Manzel im Rahmen des Forschungsprojekts SchriFT auseinandergesetzt und frei zugängliche „Materialien für den textsortenbasierten Politik-/GL-Unterricht“ (OER) zum Thema „Medien und Demokratie“ entwickelt (vgl. unseren ausführlichen CIVES-Beitrag zum Material von Dez. 2021).

In einem Interview mit der CIVES School stellt die Autorin Claudia Forkarth das Material vor, erklärt die wissenschaftlichen Hintergründe und zeigt auf, wie das Schreiben im Fachunterricht und das Verfassen von politischen Urteilen mithilfe der Unterrichtsreihe gefördert werden können.

Zur Person

Claudia LuftClaudia Forkarth ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei ProDaz am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache sowie im BMBF-Projekt „SchriFT II: Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen“.

Bei der CIVES! School of Civic Education sind folgende Veröffentlichungen von ihr erschienen:

  • CIVES-Praxistest#9 mit Frank Eike Zischke – Lernaufgaben im Politikunterricht kompetenzorientiert gestalten – Kriterien und exemplarische Aufgabenanalyse zum Thema Wahlen in Schulbüchern der Sekundarstufe I
  • CIVES-Praxistest#6 mit Farina Nagel, Sabine Manzel – Unterrichtsentwurf „Gewaltenteilung, oder: Alle Macht in einer Hand?“ Schaubilder im sprachsensiblen Politikunterricht
  • CIVES-Forum#7 – Sprachliche Handlungen in politischen Sach- und Werturteilen – Theoretische Überlegungen aus interdisziplinärer Perspektive
  • CIVES-Forum#3 mit Sabine Manzel, Farina Nagel – Scaffolding als Unterstützungssystem im sprachsensiblen Fachunterricht – Ansätze einer textsortenorientierten Sprachbildung im Politikunterricht

Mit Schüler*innen über
Krieg und Flucht sprechen

Materialhinweise für aktuelle Stunden im Unterricht

Der Angriff Russlands auf die Ukraine bricht Völkerrecht und macht fassungslos. Auch Kinder und Jugendliche haben Fragen und Ängste. Viele spüren Unsicherheit, manche sind persönlich betroffen. Das Klassenzimmer und der (sozialwissenschaftliche) Unterricht können Räume und Gelegenheit sein, gemeinsam über das aktuelle Kriegsgeschehen zu sprechen, Emotionen Ausdruck zu verleihen und Ohnmachtsgefühlen entgegenzuwirken. Helfen kann es, gemeinsam nach Antworten zu suchen, Fakten zu überprüfen und eigene Handlungsmöglichkeiten auszuloten.

In den letzten Tagen sind einige Materialsammlungen und Ideen für den Unterricht entstanden:

Folder vector created by storyset – www.freepik.com

Ergänzung am 08.03.2022:

Ergänzung am 15.03.2022:

Tag der Bildungsforschung 2022

Professur Didaktik der Sozialwissenschaften in zwei
Forschungsschwerpunkten vertreten

Beim diesjährigen Tag der Bildungsforschung an der Universität Duisburg-Essen, ausgerichtet vom Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung (IZfB) boten die angeschlossenen Wissenschaftler*innen einen beeindruckenden Einblick in die aktuelle Forschung.

In über 50 Präsentationen erläuterten sie Forschungsvorhaben und Erkenntnisse aus den verschiedenen IZfB-Forschungsschwerpunkten, wie z.B. Bildung in der digitalen Welt, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Bildung und Lebensalter.

Frederik Heyen, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Didaktik der Sozialwissenschaften, präsentierte für den Forschungsschwerpunkt „Professionalität in pädagogischen Handlungsfeldern“ den fortgeschrittenen Stand im Projekt „LArS.nrw – Lernen mit Animationsfilmen realer Szenen sozialwissenschaftlicher Unterrichtsfächer“ (wir berichteten zuletzt hier).

Mit LArS.NRW werden zukünftig 22 kostenfrei nutzbare Animationsfilme und Comics für die universitäre Lehrer*innenbildung im Fach SoWi zur Verfügung stehen, die über die universitäre Lehre hinaus, z.B. in der zweiten Ausbildungsphase, nutzbar sind.

Insgesamt entstehen derzeit 12 vollständige Lehr-Lerneinheiten inkl. Handreichungen, Seminarplänen und „Erwartungshorizonte“ zu den Aufgaben für Lehrende, welche für verschiedene Lehr-/Lernbedingungen anpassbar sind. Das LArS-Material ist komplett barrierefrei konzipiert, steht unter einer freien Lizenz und wird voraussichtlich ab Herbst 2022 über die Landesplattform ORCA.nrw abrufbar sein, siehe auch das kurze Impuls-Video hierzu:

Für den IZfB-Forschungsschwerpunkt „Zivilgesellschaftliche Bildung“, den Prof. Dr. Sabine Manzel und Prof. Dr. Inga Gryl leiten, gab Prof. Manzel einen Überblick. Die hierzu entstandene AG beschäftigt sich insbesondere mit den Auswirkungen der Sozialen Medien auf die politische und zivilgesellschaftliche Bildung. Nähere Informationen finden Sie hier.

Weitere aktuelle Projekte, die am Tag der Bildungsforschung präsentiert wurden, sind bspw. „Augmented Reality zur Lernunterstützung“, „Politische Bildung auf TikTok und Co?“, „Erscheinungsformen antisemitischen Wissens bei Jugendlichen“ oder „Politikbilder und Habitus von Politiklehrer*innen in Deutschland und Israel“.

Alle Posterpräsentationen sowie die entsprechenden Ansprechpartner*innen können Sie sich hier ansehen.

Fröhliche Weihnachten

Für Ihre Treue und das Interesse an unserer Arbeit möchten wir Ihnen herzlich DANKE sagen.

Wir wünschen Ihnen eine wunderschöne Weihnachtszeit, gemütliche Festtage und eine erholsame Zeit „zwischen den Jahren“ mit Momenten der Muße und Zeit zum Ausruhen.

Für das neue Jahr 2022 wünschen wir Ihnen alles Gute, insbesondere Gesundheit, Zuversicht und Kraft.

Wir freuen uns auf neue gemeinsame Vorhaben und Projekte!

Herzliche Grüße von Ihrem CIVES-Team

„Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.“

Aurelius Augustinus

Sprachsensible Unterrichtsreihe zum Thema „Medien und
Demokratie“

Im Rahmen des Forschungsprojekts SchriFT haben Claudia Forkarth, M.Ed. und Prof. Dr. Sabine Manzel umfangreiche „Materialien für den textsortenbasierten Politik-/GL-Unterrichtentwickelt.

Sie bieten damit anhand einer Unterrichtsreihe zum Thema „Medien und Demokratie“ konkrete Ideen für eine sprachsensible Unterrichtsgestaltung.

Ziel ist es, durch eine textsortenbasierte Schreibförderung über die sprachlichen Handlungen Beschreiben, Erklären und Begründen die politische Urteilsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern zu unterstützen.

Zugrundeliegendes Konzept ist der textsortenbasierte Lehr-Lern-Zyklus (Genre Pedagogy oder Genre Based Research), welcher zu Beginn des Materials erläutert wird.

Die Materialien für die Sekundarstufe I orientieren sich an den fachspezifischen Kernlehrplänen für die Jahrgangsstufen 7 und 8 und wurden an Gesamtschulen in NRW erprobt. Das Thema „Medien und Demokratie“ ist anschlussfähig an weitere Kernlehrpläne, Schulformen und Jahrgangsstufen.

Durch die offene Lizensierung (Open Educational Resource) kann die Unterrichtsreihe individuell bearbeitet und an verschiedene Lerngruppen angepasst werden.  

Das Textmaterial umfasst über 130 Seiten und wird ergänzt durch Video-, Audio- und Bildmaterial sowie didaktisch-methodische Hinweise für Lehrkräfte. Sie können es über den Dokumenten- und Publikationsserver DuEPublico der Universität Duisburg-Essen abrufen und herunterladen.

Weitere Unterrichtsvorschläge zum textsortenbasierten Schreiben in den Fächern Deutsch, Geschichte, Physik, Technik und Türkisch werden derzeit entwickelt und demnächst auf der Projektseite von SchriFT und auf der Seite des Instituts für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, proDaZ veröffentlicht.

Sehen Sie hier ein Interview mit der Autorin Claudia Forkarth:


SchriFT II – Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen – Eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit von fachübergreifender und fachspezifischer Schreibförderung in kooperativen Settings

Das Projekt ist ein Beitrag zur interdisziplinären empirischen Unterrichtsforschung und wird im Rahmen der UAR gemeinsam von den fachdidaktischen Lehrstühlen der Geschichte, Sozialwissenschaften, Technik sowie der Turkistik an der Universität Duisburg-Essen und dem fachdidaktischen Lehrstuhl für Physik an der Universität Bochum unter Leitung des Instituts Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Duisburg-Essen durchgeführt und schließt an das von 2014-2017 durchgeführte Forschungsprojekt Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen an.

https://www.uni-due.de/schrift/

Ansprechpartnerin für Politik/SoWi/GL/Wirtschaft:
Claudia Forkarth, M.Ed.

Politische Handlungsfähigkeit durch Mikro- und Makromethoden im Politikunterricht fördern

Befragung von Lehrkräften zu Einflussfaktoren der
Methodenwahl

Partizipatorisches Handeln ist eines der zentralen Ziele der politischen Bildung. Um dieses im Politikunterricht vorzubereiten, nimmt die Kompetenzdimension „Handlungsfähigkeit“ eine wichtige Rolle ein.

Im Unterrichtsalltag steht vor allem das kommunikative Handeln im Vordergrund, welches durch unterschiedliche Mikro- und Makromethoden gefördert werden kann (s.a. Frech et al., 2014). Doch welche Faktoren beeinflussen Lehrkräfte in der Wahl von Mikro- und Makromethoden zur Förderung politischer Handlungsfähigkeit im Politikunterricht?

Dieser Frage geht Kristin Rittmann in CIVES-FliP #4 nach und befragt dazu in qualitativen Expert*inneninterviews die Lehrkräfte ihrer Praxissemester-Schule und erhebt dabei auch deren Berufserfahrung sowie das fachdidaktische und pädagogische Professionswissen.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen die Vielfältigkeit der Einflussfaktoren auf die Methodenwahl von Lehrkräften auf. Die Beweggründe für die Implementation von Mikro- und Makromethoden zur Förderung politischer Handlungsfähigkeit basieren auf negativen und positiven Erfahrungen der Lehrkräfte mit den jeweiligen Methoden, den eigenen Grundsätzen, auch in Anlehnung an die fachdidaktischen Prinzipien sowie dem tatsächlichen Schulalltag, in dem die Umsetzung der jeweiligen Methode möglich sein muss. Die Autorin reflektiert die Limitationen der Untersuchung und zeigt Ansätze für weitere Forschung auf.

Das Studienprojekt ist im Rahmen des Praxissemesters im Wintersemester 2020/2021 entstanden und wurde an der Universität Duisburg-Essen am Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften verfasst.

Kristin Rittmann schließt derzeit ihr Masterstudium der Fächer Sozialwissenschaften und Englisch auf Lehramt an der Universität Duisburg-Essen ab und arbeitet als Vertretungslehrkraft an einem Gymnasium in NRW.

Weitere Informationen zur Reihe CIVES-FLiP sowie zu allen CIVES-Reihen und bisher erschienen Beiträgen erhalten Sie hier. Alle CIVES-Beiträge erscheinen im OpenAccess, vollumfänglich und kostenfrei.

Bildnachweis:
Bild 1: eigenes Bild/CIVES;
Bild 2: Interview by Caputo Noun Project
Bild 3: Silhouette Business CEO mohamed_hassan via Pixabay

Politische Bildung außerhalb von Schule kennenlernen – Austausch mit Praxisgästen

Wie können Schüler*innen im Unterricht für Politik und Demokratie begeistert werden? Welche außerschulischen Angebote gibt es, die Lehrkräfte hierbei unterstützen? Welche Bedeutung haben Exkursionen für das sozialwissenschaftliche Lernen?

Um Konzepte, Institutionen und Akteure der außerschulischen politischen Bildung kennenzulernen, kommen jedes Jahr Expert*innen aus der Praxis in das Bachelor-Seminar „Vorbereitung Berufsfeldpraktikum“ von Laura Möllers, M.A. Im Gespräch werden außerschulische Lehr-Lern-Prozesse und Lernorte thematisiert sowie mögliche Kooperationen für den späteren Unterricht.

Aufgrund der pandemischen Lage wurde das Kennenlernen dieses Mal virtuell umgesetzt. Die 60 teilnehmenden Studierenden freuten sich über den virtuellen Besuch von gleich fünf Praktiker*innen:

Angelehnt an die Methode des World Café stellten die Praxisgäste die verschiedenen Arbeitsbereiche ihrer politischen Bildungsträger vor und gaben Einblicke in den konkreten Berufsalltag. Die Studierenden interessierten sich für die organisatorische und methodisch-didaktische Planung sowie Umsetzung von Bildungsveranstaltungen im Bereich der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung.

Wir danken den Expert*innen für ihre Zeit und Ihren Besuch bei uns!

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit Jannis Gluth von IDIF/ TU Dortmund statt.

Vorstellung offener
Lehr- und Lernmaterialien
beim SoWi-Modultag 2021

Einmal jährlich organisieren die Fachleitungen Sozialwissenschaften für Gymnasien & Gesamtschulen der Bezirksregierung Düsseldorf für alle Referendar*innen einen Fortbildungstag.

Hierfür hat am 7. Oktober 2021 Christian Brauers vom ZfsL Kleve mit Tobias Bock eine ganztägige digitale Konferenz organisiert, bei dem angehende Lehrkräfte für die sozialwissenschaftlichen Unterrichtsfächer außerschulische Kooperationspartner*innen kennenlernen oder fachliche Schwerpunkte vertiefen konnten.

Die CIVES! School of Civic Education der Universität Duisburg-Essen hat sich hieran beteiligt und zwei Workshops angeboten. In beiden wurden domänenspezifische, offene Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources) vorgestellt, die vor kurzem entwickelt und zur Unterstützung der Unterrichtsvorbereitung beitragen sollen.  

Claudia Forkarth widmete sich mit ihren Teilnehmenden der sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung im politischen Fachunterricht in der Sekundarstufe I und lieferte mit praktischen Beispielen anhand von Schülertexten konkrete Ideen zum Ausprobieren. (Siehe auch Beitrag zu „Materialien für den textsortenbasierten Politik-/GL-Unterricht“)

Julian Becker erläuterte in seinem Workshop das Konzept, die Funktionen und Einsatzmöglichkeiten von wirtschaftspolitik.cc – dem digitalen, interaktiven Lernmittel zum Inhaltsfeld Wirtschaftspolitik in der Sekundarstufe II. Die 55 Lerneinheiten und rund 50 Anwendungen orientieren sich eng am Kernlehrplan NRW und können sowohl als digitales Schulbuch als auch als flexibler Materialbaukasten verwendet und adaptiert werden. (Siehe auch Beitrag zu „Neue Lernmaterialien zum Thema Wirtschaftspolitik“).

Wir haben uns gefreut, dabei zu sein und danken dem ZfsL Kleve für die Einladung!

CIVES-Forum #9 erschienen

Unterrichtsentwurf:
Wirtschaftspolitik spielerisch erlernen

Die Corona-Pandemie stellt die Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Welche Maßnahmen eignen sich, um einer Wirtschaftskrise vorzubeugen bzw. diese zu bekämpfen? Begriffe wie „Konjunktureinbruch“, „Schwarze Null“ und „Schuldenbremse“ sind in der aktuellen Debatte zentral.

Hierauf geht das Autorenteam ein und beleuchtet im neuen CIVES-Forum #9 den Konjunkturverlauf sowie darauf aufbauende wirtschaftspolitische Konzeptionen. Die kostenlose Unterrichtsreihe für den sozialwissenschaftlichen Unterricht ist als mehrstufiges ökonomisches Simulationsspiel aufgebaut. Ziel ist die spielerische, handlungsorientierte Förderung der Sach- und Urteilskompetenz der Lernenden, um kontroverse wirtschaftspolitische Forderungen und Entscheidungen im Alltag einordnen und bewerten zu können.

Der ausführliche Unterrichtsentwurf enthält eine didaktische Einordnung, eine Sachanalyse, detaillierte Verlaufspläne, Arbeitsblätter für Schüler*innen sowie Lehr-Materialien und weiterführende Tipps. So lässt sich der Unterrichtsentwurf sehr gut mit den offenen, digitalen und interaktiven Materialien von wirtschaftspolitik.cc kombinieren (vgl. unsere News vom 30.06.2010 sowie CIVES-Praxistest #10 von Julian Becker).

Curricular verankert ist die Unterrichtsreihe im Inhaltsfeld Wirtschaftspolitik des Kernlehrplans für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein‐Westfalen für das Fach Sozialwissenschaften und Sozialwissenschaften/Wirtschaft.

Das Simulationsspiel ist in drei Stufen aufgebaut:

  1. Anhand des Beispiels eines fiktiven Staates werde Kenntnisse über die einzelnen Phasen der Konjunktur sowie Erklärungsansätze für Konjunkturschwankungen erarbeitet.
  2. In Gruppenarbeit wird die wirtschaftliche Situation des fiktiven Beispielstaates analysiert und ein Gutachten verfasst.
  3. Anhand der zwei theoretischen Ansätze der nachfrage‐ und angebotsorientierten Wirtschaftspolitik werden abschließend verschiedene Entscheidungs- und Lösungsstrategien entwickelt.

Das Unterrichtsmaterial enthält insgesamt sieben Einheiten mit circa fünf Doppel‐ und vier Einzelstunden.

Entwickelt wurde das Simulationsspiel von den Lehrer*innen Stephan Jätzel und Maike van Schoonderwaldt. Sie unterrichten das Fach Sozialwissenschaften an Gymnasien in NRW, sowie Geschichte (Stephan Jätzel) und Mathematik (Maike van Schoonderwaldt). Beide haben an der Universität Duisburg-Essen studiert.

Weitere Informationen zur Reihe CIVES-Forum sowie zu allen CIVES-Reihen und bisher erschienen Beiträgen erhalten Sie hier. Alle CIVES-Beiträge erscheinen im OpenAccess, vollumfänglich und kostenfrei.

Bildnachweis:
Bild 1: eigenes Bild/CIVES; Bild 2: geralt via Pixabay, Bild 3: StartupStockPhotos via Pixabay, Bild 4: montiert/privat

Animationsfilme für die
SoWi-Lehrerbildung

Hinter den Kulissen des Projekts LArS.NRW

Das Projekt LArS.NRW entwickelt Animationsfilme für die Lehrerausbildung (vgl. Steckbrief unten im Infokasten). Es unterstützt angehende Lehrkräfte bei der fachdidaktischen Analyse und Reflexion von Unterricht und stellt hierzu authentische Unterrichtssituationen bereit. Realisiert wird das innovative Angebot von einem Team aus Fachdidaktiker*innen der drei Universitäten Dortmund, Essen und Wuppertal.  

Zum aktuellen Stand haben wir beim Projektteam nachgefragt und möchten wissen, wie es gerade „hinter den Kulissen“ läuft. Wir treffen JProf. Dr. Dorothee Gronostay, Projektverbundleitung LArS.NRW (TU Dortmund) und M.Ed. Frederik Heyen, Projektmitarbeiter im Teilprojekt an der Universität Duisburg-Essen zum Interview.
Die Fragen stellt Laura Möllers (Geschäftsführung CIVES School). 

CIVES: Liebe Frau Gronostay, was ist das Besondere am Projekt LArS.NRW?

Prof. Gronostay: Bei dem Projekt geht es um die Erarbeitung von OER-Materialien. OER steht für Open Educational Resources, dabei handelt es sich um Lehr-Lern-Materialien, die frei und ohne Lizenzabgaben genutzt werden können. Gerade in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie bedeutsam frei zugängliche, digitale Materialien für Unterricht und Ausbildung sind.

Videoaufzeichnungen echter Unterrichtsstunden sind in der Lehrkräfte-Ausbildung ein hilfreiches Instrument. So erhalten Lehramtsstudierende schon frühzeitig realistische Einblicke in den Unterricht. Leider ist das Arbeiten mit Unterrichtsvideos jedoch aufgrund des Datenschutzes kaum möglich. Hier bietet LArS eine Lösung! Durch die Darstellung realen Unterrichts als Animationsfilm – quasi zum bewegten Comic verwandelt – können Unterrichtsvideos endlich datenschutzkonform genutzt werden.

Gleichzeitig handelt es sich eben nicht um erfundene Szenen, sondern um echten, authentischen Unterricht. Mit der Transformation der Unterrichtszenen in Animationen geht aber auch Fokussierung einher. Nicht jedes Detail der Unterrichtsszene wird dargestellt. Wir schneiden die Animationen gezielt auf fachdidaktisch relevante Aspekte zu, während Aspekte der Klassenführung weniger im Blick sind. Hinzu kommt, dass die Schüler- und Lehrer-Avatare zwar individuelle Merkmale tragen, um Diversität abzubilden. Es sind aber stets dieselben zwei Lehrer-Avatare in den Animationen dargestellt, da äußerliche Besonderheiten der Lehrperson fachdidaktisch in der Regel nicht relevant sind. Zukünftig wird daher interessant sein zu erforschen, worin das spezifische Lernpotential dieses neuen Mediums der Lehrerbildung gegenüber klassischen Unterrichtsvideos oder Transkriptionen besteht.

CIVES: Wie teilen Sie sich die Arbeit an den Animationsfilmen im Projekt auf?

LArS beinhaltet mehr als Animationsfilme, auch wenn diese das zentrale Charakteristikum sind. Vielmehr wird LArS eine umfangreiche, digitale Lernumgebung mit Unterrichtsvideos, Aufgabenstellungen, interaktiven Elementen und Self-Assessments bieten. Durch unseren Projektverbund können wir uns an den drei Standorten auf verschiedene Aspekte konzentrieren. Mit meinem Dortmunder Projektteam widme ich mich den Facetten des Unterrichtseinstiegs. Wir wählen passende Unterrichtsszenen aus, die wir didaktisch aufbereiten. Das Essener Team kümmert sich um die Urteilsbildung im SoWi-Unterricht, und das Wuppertaler Teilprojekt widmet sich sogenannten „Critical Incidents“, also kritischen, herausfordernden Situationen im sozialwissenschaftlichen Unterricht.

LArS-Szenenfotos

CIVES: Das klingt nach einem aufwändigen Projekt, weil es nicht nur inhaltlich anspruchsvoll ist, sondern auch die technische Entwicklung beinhaltet. In welchem Stadium sind Sie gerade? 

Prof. Gronostay: Die didaktische Konzeptionsphase ist größtenteils abgeschlossen; wir haben besonders geeignete Unterrichtszenen ausgewählt und entsprechende storyboards, also Drehbücher, entwickelt. Diese werden von einem externen Filmteam in Animationsfilme und Comics umgewandelt. Dieser Prozess ist sehr intensiv und bedingt viele Absprachen. Schon allein aus dem Grund, dass es keinerlei Referenzprojekte gibt, die als Vorbild dienen könnten. Parallel zur Produktion erarbeiten wir das didaktische Begleitmaterial für die Lernumgebung.

CIVES: Herr Heyen, Sie sind LArS-Projektmitarbeiter bei Prof. Dr. Sabine Manzel am Standort Essen. Worum geht es bei dem UDE-Teilprojekt zur Urteilsbildung genau?

Frederik Heyen: Die Fähigkeit zur politischen Urteilsbildung gilt als Kernziel des SoWi-Unterrichts. Nur hierdurch wird die souveräne Teilhabe in der Demokratie möglich. Gleichzeitig ist es didaktisch sehr anspruchsvoll, politische Urteilskompetenz bei Schüler*innen systematisch aufzubauen. Das ist eine der schwierigsten Aufgaben für Lehrkräfte im SoWi-/Wirtschaft-/Politik-/GL-Unterricht. Hierbei wollen wir angehende LuL mit unserem LArS-Teilprojekt unterstützen. Prof. Sabine Manzel und ich haben Unterrichtszenen ausgewählt, mithilfe derer verschiedene Phasen der Urteilsbildung erfahrbar werden. Anhand der Animationsfilme sehen die Lehramtsstudierenden, wie Schüler*innen politische Urteile fällen und wie sie die Qualität verbessern können. Durch die Unterrichtsvideos und die interaktiven Elemente ist das alles viel plastischer und näher an der Realität als im theoretischen Seminar. 

CIVES: Also „mehr Praxis” schon im Studium abseits der Praxisphasen. Wie gelingt es, einen komplexen Lernprozess wie das Erlernen von politischer Urteilsfähigkeit in einer einzigen Szene einzufangen?

Frederik Heyen: Es ist eine sehr große Herausforderung! Es muss zum Glück nicht eine einzige Szene sein, da wir verschiedene Filme für einzelne Facetten der Urteilsbildungsphase entwickeln, aber die Anforderung an die didaktische Transformation ist immens. Komplexe Urteilsbildungsphasen im Unterrichtsverlauf auf kurze, prägnante Lernsituationen zu reduzieren, ist schwierig. Da bleibt eine gewisse Schematisierung oder Vereinfachung nicht aus, um auf wichtige Aspekte zu fokussieren. Generell geht es uns in allen Lern-Modulen, die wir in LArS entwickeln, um die professionelle Unterrichtswahrnehmung angehender Lehrerinnen und Lehrer, die wir mit unserem Angebot fördern möchten.

CIVES: Ist LArS auch für andere Zielgruppen als Studierende interessant?

Prof. Gronostay: Vornehmlich richtet sich LArS an Studierende und Hochschullehrende. In der Lehrerausbildung ist unser Angebot insbesondere für das Masterstudium gedacht, wo es in Uni-Seminaren eingebettet, verwendet werden kann. So können didaktische Fragestellungen und Probleme mit den Dozierenden diskutiert und vertieft werden. Generell fände ich eine Verzahnung mit der zweiten Ausbildungsphase, also dem Referendariat, sehr sinnvoll. Einige Fachleitungen an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung arbeiten bereits mit Unterrichtsvideos. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass sich die LArS-Lernmodule auch für die Ausbildung von Seiten-/Quereinsteigern im SoWi-Lehramt eignen würden.

Slider_News_Projektbewilligung_OERcontent.nrw

CIVES: Wo werden die fertigen LArS-Materialien zu finden sein?

Prof. Gronostay: Die digitale Lehr-Lernumgebung von LArS wird offen zugänglich unter einer freien Lizenz zur Verfügung gestellt werden. Alle Projekte, die derzeit unter der Förderlinie OERContent.nrw realisiert werden, werden später auf dem Landesportal ORCA.NRW abrufbar sein.

CIVES: Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse und werden über die Veröffentlichung berichten. Vielen Dank für das Interview und den Einblick in den aktuellen Projektstand!

Bildnachweis:
Bilder 1,3,7: LArS.NRW; Bild 2, 4-6: privat

Debatte um #SowiBleibt

Düsseldorf, 11.05.2021 – Anhörung von Sachverständigen im Landtag

Die aktuelle Debatte um die Reform der NRW-Lehramtszugangsverordnung (LZV NRW) bzgl. Wirtschaft-Politik vs. Sozialwissenschaften dauert an (vgl. unsere Nachricht vom 15.01.2021).

Am Dienstag, den 11.05.2021 fand eine Anhörung von Sachverständigen im Landtag in Düsseldorf statt. Die Stellungnahmen sind hier öffentlich einsehbar. Das Protokoll und weitere Beschlüsse der Landesregierung werden ab dem 09. Juni 2021 erwartet.

Parallel zu den Anhörungen organisierte das Fachschaftsbündnis Sowi Lehramt NRW eine Demonstration vor dem Landtag zum Thema #SOWIbleibt.
Zuvor hatte das Bündnis #SowiBleibt am 21.04.21 über 40.000 gesammelte Petitionsunterschriften an die SPD-Fraktion übergeben.  

Der Fachverband Deutsche Vereinigung für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen e.V. (DVPB NW) veröffentlichte mehrere Beiträge zum Thema, so auch unter anderem die Stellungnahme der Hochschullehrer/-innen für Didaktik der Sozialwissenschaften an den Universitäten von Nordrhein-Westfalen vom 12. Februar 2021.

Die Landesregierung veröffentlichte zuletzt klarstellende Erläuterungen und FAQ, unter anderem mit Ausführungen zum umstrittenen Punkt der Lehrbefähigung.

Informationen für
Ausbildungslehrkräfte
im Praxissemester

Digitale Pinnwand mit gebündelten Eckdaten

Heute fand der zweite SoWi-Blocktag im Rahmen des Praxissemesters im Sommersemester 2021 statt. Aktuell absolvieren 66 Masterstudierende der UDE an 47 Ausbildungsschulen ihre schulpraktischen Studien in der sozialwissenschaftlichen Fachdomäne (Unterrichtsfächer Politik, Politik-Wirtschaft, Gesellschaftslehre, Sozialwissenschaften, Sozialwissenschaften/Wirtschaft). Mittlerweile ist es der 13. Jahrgang.

Für alle aktiven und interessierten Ausbilder*innen an ZfsL’en und Schulen stellen wir hier auf unserer CIVES-Website Informationen bereit.

So finden Lehrkräfte und Fachleitungen über dieses PADLET wissenswerte Informationen zum Praxissemester im Fach Sozialwissenschaften.

Darüber hinaus lohnt sich ein Blick in unsere Rubriken Praxissemester und SoWi-Fachnetzwerk.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns über Austausch und Vernetzung mit Ihnen.

Austauschtreffen zum Praxissemester
VernetzungDie CIVES School initiiert seit ihrer Gründung im Oktober 2014 einen fachlichen Austausch der drei Lernorte, die im Praxissemester zusammen wirken. Um das neue Praxissemester stetig besser in die SoWi-Lehramtsausbildung zu integrieren, treffen sich regelmäßig die Uni-Dozierenden, die Fachleitungen der beteiligten Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) sowie die betreuenden Lehrkräfte an den Praxisschulen in der UDE-Ausbildungsregion. Beteiligte Ausbilder/innen an den Praxisschulen sind herzlich zu diesesn Treffen eingeladen und werden gebeten, sich bei Interesse mit Laura Möllers in Verbindung zu setzen.