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Forschung

Aktuelle Publikationen


Sabine Manzel, Farina Nagel

„Politik/Gesellschaftslehre, Sekundarstufe I: Textsortenbasierte Schreibförderung im sozialwissenschaftlichen Unterricht“ in: Sprachliche Bildung und Deutsch als Zweitsprache in den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern.

Narr Francke Attempto Verlag | Tübingen 2019
ISBN 978-3-8233-8167-9 

Kurzbeschreibung
Der Beitrag fokussiert sprachliche Handlungen im Fach Politik/Gesellschaftslehre in Nordrhein-Westfahlen und wählt dafür einen textsortenspezifischen Ansatz. Fachliche Ziele, sprachliche Handlungen und sprachliche Mittel werden identifiziert, entschlüsselt und können fachlich angemessen realisiert werden. Besonderes Potenzial zeigt sich in der domänenunabhängigen Entwicklung eines Textsortenbewusstseins und deren interdisziplinären Nutzbarmachung und Übertragbarkeit auf den Umgang mit Textsorten im Fachunterricht. Basales Textsortenbewusstsein kann sprachenübergreifend im Unterricht für Deutsch als Zweitsprache und im Herkunftssprachenunterricht ausgebildet und in den Fächern angewendet werden. Exemplarisch wird auf das Schaubild als diskontinuierliche Textsorte im Politikunterricht eingegangen. Als didaktische Umsetzung werden Scaffolding und der Genre Cycle empfohlen.

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Sabine Manzel

„Theorien und Modelle für die politikdidaktische Forschung“ in: Politik lernen

Springer VS | Wiesbaden 2019
ISBN 978-3-658-27895-3
 
 
 

Kurzbeschreibung
Zentrale Themen des Beitrags von Sabine Manzel sind ein Nachdenken über Theorie und die Entwicklung einer eigenständigen politikdidaktischen Theorie. Dazu legt die Autorin zuerst wissenschaftstheoretische Grundlagen und zentrale Begriffe dar. Als Wissenschaft vom domänenspezifischen Lehren und Lernen betreiben empirisch arbeitende Politikdidaktiker/-innen systematische Grundlagen- und Interventionsforschung, um Lehr-Lernprozesse zu beschreiben, zu erklären, und vorherzusagen. Dabei können Modelle zur Hypothesen- und Theorieentwicklung fruchtbar gemacht werden. Modellbildungen, wie sie in den vergangenen Jahren mit dem Politikkompetenzmodell und der Professionellen Kompetenz von Politiklehrkräften auch in der Politikdidaktik vorgelegt wurden, können als Zeichen einer verstärkten Theorieentwicklung interpretiert werden. Abschließend werden Theorien wie die Theorie des Interesses und der Selbstbestimmung, die Theory of Planned Behaviour, der Rational-Choice-Ansatz und der Ansatz der „Alltagsphantasien“ vorgestellt. Diese bieten je nach Fragestellung Anknüpfungspunkte für die politikdidaktische Forschung. Aktuelle empirische Studien von politikdidaktischen Forscher/-innen nutzen diese als theoretische Basis. Dennoch ist die Politikdidaktik als Wissenschaftsdisziplin aufgefordert, die fachspezifische Theoriebildung voranzutreiben.

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Dorothee Gronostay

„Argumentative Lehr-Lern-Prozesse im Politikunterricht. Eine Videostudie“

Springer VS | Wiesbaden 2019
ISBN 978-3-658-25670-8
 
 
 

Kurzbeschreibung
Dr. Dorothee Gronostay promovierte im Mai 2018 bei Prof. Dr. Sabine Manzel an der Universität Duisburg-Essen zum Thema „Argumentative Lehr-Lern-Prozesse im Politikunterricht. Eine Videostudie“. Ihre Monographie ist kürzlich im Springer VS Verlag in der Reihe Empirische Forschung in den gesellschaftswissenschaftlichen Fachdidaktiken erschienen. In ihrer Arbeit untersucht Dorothee Gronostay das Potential argumentativer Lehr-Lern-Prozesse im Politikunterricht (z.B. kontroverser Diskussionen) zur kognitiven Aktivierung der Schülerinnen und Schüler. In drei empirischen Teilstudien werden Sequenzmuster argumentativer Abwägung identifiziert, Wirkungen eines fachspezifischen Argumentationstrainings auf die Diskussionsqualität geprüft sowie Effekte von Persönlichkeitsmerkmalen und zugewiesenen Diskussionspositionen (pro/kontra) auf die Diskussionsbeteiligung und persönliche Position der Schülerinnen und Schüler zu einer politischen Streitfrage untersucht. Die Autorin stellt vielfältige Bezüge zur Unterrichtspraxis her und leitet aus den Ergebnissen auch unterrichtspraktische Implikationen ab.

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Eine Übersicht aller Publikationen gegliedert nach dem Erscheinungsjahr finden Sie hier.

Forschung

An der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der UDE hat sich eine eigenständige fachdidaktische Forschung rund um den Politik-/SoWi-Unterricht etabliert. Diese findet im Rahmen der CIVES! School of Civic Education sowie des Lehrstuhls für die Didaktik der Sozialwissenschaften statt.

Drittmittelfinanzierte Forschung mit Beteiligung der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften

Chemie, Sozialwissenschaften und Ingenieurwissenschaften: Studienerfolg und Studienabbruch (Cassis)


Logo Cassis

Während alle Hochschulen das Ziel verfolgen, bei möglichst hohem akademischem Standard eine hohe Studienerfolgsquote zu erzielen, stehen dem aktuell auffällig hohe Abbruchquoten – insbesondere in den MINT-Fächern – entgegen. Das Projekt CASSIS (Chemie, Sozialwissenschaften und Ingenieurwissenschaften: Studienerfolg und Studienabbruch) zielt darauf, institutionelle und individuelle Variablen zu untersuchen, die den Studienabbruch beeinflussen. Dazu sollen auf institutioneller Seite zwei verschiedene Hochschultypen an Beispielen miteinander verglichen werden. Außerdem sollen zwei typische Vertreter der MINT-Fächer, Ingenieurwissenschaften und Chemie, mit Sozialwissenschaften als einem Fach verglichen werden, das möglichst andere Anforderungen an die Studierenden stellt, um so fachspezifische Abbruchgründe und Erfolgsparameter identifizieren zu können. Aufgrund der besonders großen Quote an Bildungsinländern und -ausländern in Nordrhein-Westfalen sollen diese Gruppen bei der Auswertung der Daten besondere Beachtung erfahren.

Erste Teilergebnisse des Projekts finden Sie hier.

Laufzeit: 01.04.2017-31.12.2020

Projektbeteiligte an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften:
Sabine Manzel, Patrick Motté

gefördert vom:
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Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen (SchriFT II)


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Eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit von fachübergreifender und fachspezifischer Schreibförderung in kooperativen Settings

Das Projekt ist ein Beitrag zur interdisziplinären empirischen Unterrichtsforschung und wird im Rahmen der UAR gemeinsam von den fachdidaktischen Lehrstühlen der Geschichte, Sozialwissenschaften, Technik sowie der Turkistik an der Universität Duisburg-Essen und dem fachdidaktischen Lehrstuhl für Physik an der Universität Bochum unter Leitung des Instituts Deutsch als Zweit-und Fremdsprache an der Universität Duisburg-Essen durchgeführt und schließt an das von 2014-2017 durchgeführte Forschungsprojekt Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen an.

Laufzeit: 01.10.2017-01.10.2020

Projektbeteiligte an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften:
Sabine Manzel, Claudia Forkarth

gefördert vom:
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Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen (SchriFT I)


Logo SchriFT I

Eine empirische Studie zur Wirksamkeit von schreibfördernden Konzepten im Fachunterricht und im Herkunftssprachenunterricht Türkisch

Das Vorhaben untersuchte die Wechselbeziehung zwischen fachlichen Kompetenzen und Schreibkompetenzen in Deutsch bzw. der Herkunftssprache Türkisch in Hinblick auf die Entwicklung und Förderung einer biliteralen fachorientierten Gesamtkompetenz. Die Grundlage der Untersuchung bildete eine interdisziplinäre Analyse der Merkmale fachlich zentraler Schülertextsorten in je zwei gesellschaftswissenschaftlichen Fächern (Geschichte und Politik) und zwei naturwissenschaftlich-technischen (Physik und Technik) und durch die Fachdidaktiken und die Fächer Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Turkistik.

Laufzeit: 01.10.2014-01.10.2017

Projektbeteiligte an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften:
Sabine Manzel, Farina Nagel

gefördert vom:
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Professionalisierung für Vielfalt: dynamisch - reflexiv - evidenzbasiert (ProViel II) - Professionswissen Sozialwissenschaften


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1. Was wir wollen
Wir wollen die Lehrerinnen- und Lehrerbildung in den Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen vorantreiben und die Qualität der Lehre evidenzbasiert weiterentwickeln. Dazu verwenden wir Erkenntnisse über das Professionswissen von Studierenden.

2. Was wir bieten
Wir bieten ein reliables und valides Testinstrument zur Erfassung des fachdidaktischen Wissens und des Fachwissens in Politik- und Wirtschaftswissenschaft sowie Soziologie von Studierenden des Lehramts Sozialwissenschaften.

3. Unsere nächsten Schritte
Der bestehende Item-Pool wird um einschlägige Testfragen zur Inklusion ergänzt. Zusätzlich wird das bestehende Testinstrument um eine Kurzversion erweitert.

Laufzeit: 01.07.2019-31.12.2023

Projektbeteiligte an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften:
Sabine Manzel, Frank Eike Zischke
gefördert vom:
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Zur Seite des Teilprojektes Sozialwissenschaften

Professionalisierung für Vielfalt: dynamisch - reflexiv - evidenzbasiert (ProViel)


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In dem Teilprojekt des Handlungsfelds „Qualitätsentwicklung und -sicherung“ des BMBF-geförderten Projekts „ProViel – Professionalisierung für Vielfalt“ der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird ein Testinstrument zur Erhebung des Professionswissens von Lehramtsstudierenden der Universität Duisburg Essen mit Studienfach Sozialwissenschaften entwickelt. Bislang liegen kaum Daten dazu vor, ob Absolventen im Lehramt Sozialwissenschaften der Universität Duisburg-Essen am Ende ihres Studiums über das für die Schulpraxis relevante und in curricularen Dokumenten geforderte Professionswissen verfügen. Das BMBF-geförderte Projekt der Qualitätsoffensive Lehrerbildung zielt darauf, Daten und Erkenntnisse zur Optimierung der universitären Phase der Lehramtsausbildung an der Universität Duisburg-Essen zu generieren. Das fertige Testinstrument soll regelmäßig zur Erhebung des Professionswissens der Masterstudierenden im Fach Sozialwissenschaften der Universität Duisburg-Essen eingesetzt werden. Die Ergebnisse dienen der Überprüfung der von den Studierenden am Ende des Masters tatsächlich erreichten Kompetenzen (im Längsschnitt über Kohorten hinweg sowie differenziert nach Wissensbereichen). So können Handlungsbedarfe identifiziert und Studiengänge im Lehramt Sozialwissenschaften evidenzbasiert weiterentwickelt werden.

Laufzeit: 01.01.2016-30.06.2019

Projektbeteiligte an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften:
Sabine Manzel, Dorothee Gronostay
gefördert vom:
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Zur Berichterstattung über das Teilprojekt Sozialwissenschaften

Übergänge Sachunterricht-Sekundarstufe I: Teilprojekt aus der Didaktik der Sozialwissenschaften (SUSe I)


Logo SUSeI

In der Politikdidaktik stellt die Diagnosefähigkeit als Bestandteil der Professionskompetenz von Lehrkräften des Sachunterrichts und der Sekundarstufe I noch eine Forschungslücke dar. Ziel dieses Teilprojektes aus dem Graduiertenkolleg SUSe I ist es eben diese diagnostischen Fähigkeiten von Lehramtsstudierenden zu erfassen.

Die Beantwortung folgender Forschungsfragen wird angestrebt:
1. Unterscheiden sich Lehramtsstudierende des Sachunterrichts von Lehramtsstudierenden in der Sekundarstufe I beim Erfassen und Beurteilen (Diagnosefähigkeit) von Schülervorstellungen zum Fachkonzept Wahlen?
2. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Fachwissen über Wahlen und der Diagnosefähigkeit?

Zur Beantwortung dieser Fragen wurde ein Testinstrument entwickelt, welches authentische Diagnosesituationen in Form von zuvor erhobenen Concept Maps, Wortassoziationen und transkribierten Videoausschnitten aus dem Sachunterricht und dem Politikunterricht beinhaltet.

Das Projekt findet im Rahmen des Graduiertenkolleg „SUSe I – Übergänge Sachunterricht zu Sekundarstufe I“ statt

Laufzeit: 01.01.2016-31.12.2018

Projektbeteiligte an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften:
Sabine Manzel, Matthias Sowinski
gefördert vom:
Logo MIWF
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Videobasierte Unterrichtsforschung

VideoforschungVideobasierte Unterrichtsforschung ermöglicht unmittelbare Einblicke in fachspezifische Lehr-Lernprozesse. Gegenüber der klassischen Unterrichtsbeobachtung mit Protokollen oder Beobachtungsbögen bieten Unterrichtsvideos die Möglichkeit, Merkmale des Unterrichts unabhängig von der konkreten Unterrichtssituation zu analysieren.

Am Lehrstuhl für die Didaktik der Sozialwissenschaften wurden bislang zwei Videostudien im Fachunterricht Politik/Wirtschaft der Sekundarstufe I an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen durchgeführt:

  • Videostudie I (Aufnahmezeitraum 2011-2012): Explorative Pilotstudie zu Basisdimensionen von politischem Unterricht (Manzel & Gronostay 2013) sowie zum fachspezifischen Einsatz von Lernaufgaben (Manzel & Sowinski 2014).
  • Videostudie II (Aufnahmezeitraum 2013-2014): Aufnahme einer standardisierten Unterrichtslektion zur Parteiverbotsthematik mit Fokus auf Argumentations- und Diskussionsphasen (Gronostay 2015).

Videographie: Eine Pilotstudie

Bislang wurden in der politikdidaktischen Forschung kaum standardisierte Videostudien zu authentischem Politikunterricht realisiert. Die Pilotstudie stößt mit der standardisierten Videografie eine Reihe von Forschungsprojekten in der empirischen Politikdidaktik an, die zur Erfassung von Qualität in Politik beitragen sollen und den Anspruch erheben, methodologischen Standardszu genügen (vgl. Manzel 2012). Als theoretischer Hintergrund dient das politikwissenschaftlich begründete Fachkonzeptemodell von Weißeno et al. (2010).

• Welche Redeanteile von Schüler/-innen zeigen sich im Politikunterricht?
• Inwiefern werden politische Fachkonzepte im Unterricht angesprochen?
• Welches Komplexitätsniveau weisen die fachinhaltlichen (mündlichen) Aussagen im Unterrichtsgespräch auf?

Projektbeteiligte:
Sabine Manzel, Dorothee Gronostay

Unterrichtsfragen und Aufgabenstellungen

In der Politikdidaktik gibt es zwei Pilotstudien zur Entwicklung standardisierter Testaufgaben (Massing & Schattschneider 2005, Weißeno 2005), die eine Modellierung von Kompetenzen aus politikdidaktischer Sicht zur Diskussion stellen. Die Aufgabenkultur des alltäglichen Politikunterrichts stellt jedoch ein Desiderat fachdidaktischer Forschung dar, obwohl der „Beschaffenheit der Aufgaben und deren kognitiven Aktivierungspotential […] eine wichtige Rolle beigemessen“ wird (Kunter et al. 2004, S. 176).

• Wie häufig werden Unterrichtsfragen und Aufgabenstellungen im Politik-/SoWi-Unterricht eingesetzt und in welchen Sozialformen geschieht dies?
• Welche kognitiven Prozesse werden mit Lernaufgaben angeregt?
• Unterscheiden sich Lehramtsstudierende von Lehrkräften im Hinblick auf die Auswahl von Lernaufgaben im Politikunterricht?

Projektbeteiligte:
Sabine Manzel, Matthias Sowinski

Argumentative Lehr-Lernprozesse

Argumentative Lehr-LernprozesseKontroverse Diskussionen werden im politischen Unterricht häufig zur Förderung der Urteils- und Handlungskompetenz eingesetzt. Die fachdidaktische Forschung bietet bislang nur wenige Einblicke in den argumentativen Diskurs von Schüler/-innen. In drei Teilstudien werden die unten skizzierten Leitfragen untersucht. Hierzu wurde in der Videostudie „Argumentative Lehr-Lernprozesse im Politikunterricht“ in zehn Schulklassen eine standardisierte Lerneinheit zur Parteiverbotsthematik mit anschließender Diskussionsphase per Video aufgezeichnet.

• Wie kann Lernen durch Argumentieren und Diskutieren im Politikunterricht gelingen?
• Lässt sich die Qualität von kontroversen Diskussionen im Politikunterricht durch ein Argumentationstraining im Fachunterricht steigern?
• Stehen das Politikinteresse und fachspezifische Selbstkonzept der Schüler/-innen in Zusammenhang mit der Partizipation an kontroversen Diskussionen im Unterricht?

Projektbeteiligte:
Dorothee Gronostay (Dissertationsprojekt)

Wissensaufbau und Wissensdiagnose

Wissensaufbau und Wissensdiagnose Concept Maps dienen im schulischen Alltag vor allem als Arbeitstechnik für den Politikunterricht, um Schülervorstellungen zu erfassen. Zudem werden Concept Maps als Diagnoseinstrument für das politische Fachwissen genutzt. Im Rahmen der Videostudie II bezieht sich der Schwerpunkt dieser Arbeit auf den Wissensaufbau und die Wissensvernetzung von Schüler/-innen. Die Concept Maps der Schüler/-innen werden mit den videografierten Redebeiträgen der Schüler/-innen wechselseitig in Beziehung gesetzt.
 
• Wie strukturieren Schüler/-innen schulnahe Fachbegriffe zum Thema Parteienverbot am Beispiel des NPD-Parteienverbotsverfahrens zu einer Concept Map?
• Inwiefern verändern sich die Concept Maps der Schüler/-innen nach einer Unterrichtseinheit zum Thema Parteienverbot am Beispiel des NPD-Parteienverbotsverfahrens?
• Ist es möglich konzeptuelle Vorstellungen der Schüler/-innen anhand von Concept Maps zu ermitteln?

Projektbeteiligte:
Matthias Sowinski (Dissertationsprojekt)

Gender und Emotion

Emotionen beeinflussen ebenso wie kognitive und volitionale Schüler/-innen-Merkmale Lernprozesse. Gerade in politischen Diskussionen – in Politik, Fernsehen sowie im Unterricht – werden oft starke Emotionen zur Schau getragen. Ein Forschungsdesiderat besteht dahingehend, inwieweit und welche Emotionen Schüler/-innen in Diskussionen im Politikunterricht zeigen und ob sich Jungen und Mädchen hierbei unterscheiden. Die Fragestellungen werden unter Verwendung der Unterrichtsvideos aus der Videostudie II untersucht.

• In welchem Maß beteiligen sich Schülerinnen und Schüler in unterrichtlichen Kommunikationsprozessen und inwieweit zeigen sie sich emotional involviert?
• Zeigen sich Unterschiede in der Partizipation von Schülerinnen von Schülern?

Projektbeteiligte:
Sabine Manzel, Dorothee Gronostay

Interesse am Videoprojekt teilzunehmen?

Sie sind Politik-Lehrer/-in und möchten an einem fachdidaktischen Forschungsprojekt mitwirken? Derzeit sind wir mit der Auswertung bereits erfolgter Videoaufnahmen von Unterricht beschäftigt. Wir freuen uns, wenn Sie sich mit dem Fax-Anmeldeformular für die Teilnahme an zukünftigen Videostudien anmelden.

Fax-Anmeldeformular zur Videostudie
Merkblatt mit wichtigen Infos zur Organisation der Videoaufnahmen

Professionsforschung

Im Rahmen der Professionsforschung von Lehramtsstudierenden werden Bedingungen und Verläufe der Kompetenzentwicklung von angehenden Lehrer/-innen untersucht. Die Forschungsprojekte des Lehrstuhls für Fachdidaktik der Sozialwissenschaften beziehen sich auf die Entwicklungsverläufe von Studierenden des Lehramts Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.

Planungskompetenz angehender Politiklehrkräfte

Die professionelle Unterrichtsplanung stellt einen zentralen Bestandteil der beruflichen Aufgabe von Lehrkräften und zugleich ein Kernelement in der Lehramtsausbildung dar. Ziel des Dissertationsprojekts ist die Entwicklung und Testung eines Erhebungsinstruments zur Erfassung der Planungskompetenz angehender Politiklehrkräfte vor und nach dem Praxissemester. Die Planungsfähigkeit wird zudem in Relation mit dem Professionswissen, in den Teilbereichen Fachwissen und fachdidaktisches Wissen (Baumert & Kunter, 2006), der Lehramtsstudierenden gesetzt.

Wie lässt sich Planungskompetenz in Bezug auf die Planbarkeit kognitiv aktivierender Lernaufgaben im Politikunterricht adäquat erheben?
• Lässt sich eine Steigerung der Planungsfähigkeit angehender Politiklehrkräfte in Bezug auf die Planung kognitiv aktivierender Lernaufgaben über den Zeitraum des Praxissemesters nachweisen?
• Welche Kompetenzfacetten des Professionswissens (Fachwissen, fachdidaktisches Wissen) beeinflussen die Ausprägung politikdidaktischer Planungskompetenz?

Projektbeteiligte:
Frank Eike Zischke (Dissertationsprojekt)

Politisches Wissen und Können

Politisches Wissen und Können• Welches politikdidaktische Wissen und Können müssen (angehende) Lehrkräfte sozialwissenschaftlicher Unterrichtsfächer haben und wie lässt sich dieses messen?
• Ist es möglich, insbesondere handlungsnahe Aspekte politikdidaktischer Kompetenz in computerbasierten Erhebungsverfahren valide zu erfassen?

Projektbeteiligte:
Dennis Neumann (Dissertationsprojekt)

Berufswahlmotivation und Kompetenzentwicklung

Ein Forschungsdesiderat besteht darin, dass die Berufswahlmotive von angehenden Politik-Lehrkräften in einen Zusammenhang mit dem Professionswissen gesetzt werden. Künsting & Lipowsky (2011) konstatieren, dass „kaum Befunde für Beziehungen zwischen Studienwahlmotivation und erfolgsrelevanten Variablen im Lehramtsstudium (…), insbesondere was den Studienbeginn betrifft“ vorliegen. Die Teilstudie untersucht zunächst die Studienwahlmotivation von Lehramtsstudierenden des Unterrichtsfachs Politik/Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Zusammenhänge mit der Entwicklung des fachspezifischen Professionswissens stehen im Fokus der folgenden quasi-längsschnittlichen Untersuchung.

• Aus welchen Gründen entscheiden sich Lehramtsstudierende der Universität Duisburg-Essen für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums der Sozialwissenschaften?
• Wie beeinflusst die Motivstruktur die Kompetenzentwicklung im Studienfach?
• Zeigen sich hinsichtlich der Berufswahlmotivation und Kompetenzentwicklung Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Studierenden sowie zwischen Studierenden der verschiedenen Schulformen?

Projektbeteiligte:
Sabine Manzel, Dorothee Gronostay