SoWi-Leistungskurs der Willy-Brandt-Schule Mülheim im Expertengespräch mit Achim Truger
(C) IfSO/UDE
Wie können schulischer SoWi-Unterricht und außerschulische Lerngelegenheiten kombiniert werden, um z.B. Wirtschaftsunterricht lebensnah und motivierend zu gestalten? Eine Möglichkeit sind Exkursionen zu außerschulischen Lernorten und der Austausch mit Expert*innen.
Die Willy-Brandt-Schule Mülheim verwirklicht genau dies zusammen mit dem Institut für Sozioökonomie der Universität Duisburg-Essen. Bereits zum zweiten Mal waren Schüler*innen des Leistungskurs Sozialwissenschaften der WBS beim Institut für Sozioökonomie zu Gast, um sich im Rahmen der Vorstellung des Jahresgutachtens des Sachverständigenrats für Wirtschaft mit Prof. Achim Truger über Fragen der aktuellen Wirtschaftspolitik auszutauschen. Denn zusätzlich zu seiner Professur an der UDE ist Achim Truger seit März 2019 einer der sogenannten fünf „Wirtschaftsweisen“, die der Bundesregierung jährlich ein umfassendes Gutachten zur Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung vorlegen.
Die Schülerinnen des Leistungskurses hatten die Möglichkeit, sich mit Achim Truger auszutauschen, ihm Fragen zu wirtschaftspolitischen Themen zu stellen und so Wirtschaftsthemen im Austausch mit einem Experten live zu erörtern. Im Anschluss an das Gespräch besuchten die Schülerinnen zudem den Vortrag zum aktuellen Jahresgutachten des Sachverständigenrats und konnten zum ersten Mal „Uni-Luft“ im Vorlesungssaal schnuppern.
Das Institut für Sozioökonomie bedankt sich herzlich bei der organisierenden Lehrkraft Frau Klüttermann der WBS und freut sich bereits auf das nächste Treffen im kommenden Jahr.
Wenn auch Sie mit Ihren Schüler*innen an einer Veranstaltung am Institut für Sozioökonomie interessiert sind, wenden Sie sich gern per E-Mail an Julian Becker (julian.becker@uni-due.de).
Sabine Manzel und Frederik Heyen präsentieren neue Befunde der SoWi-Fachdidaktik vor internationaler Forschungsgemeinschaft
Seit 1985 tagt die European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) alle zwei Jahre, um länderübergreifende Erkenntnisse zu Lehre und Unterrichtspraxis auszutauschen. Die diesjährige Biennale wurde vom 22. bis 26.08.2023 von der Aristoteles Universität Thessaloniki und der Universität von Mazedonien (GR) ausgerichtet und stand unter dem Motto „Education as a hope in uncertain times“.
Im Titel drückt sich die Herausforderung aus, vor der internationale Bildungsforscherinnen stehen: Die zunehmende Komplexität von Bildungsprozessen in Zeiten des globalen Wandels und der Ungewissheit zu entschlüsseln und Bildungspolitikerinnen evidenzbasierte Verfahren und Reformen vorzustellen. Evidenzbasiertes Wissen kann der Ungewissheit, mit der sich Pädagoginnen, Schülerinnen und Familien derzeit konfrontiert sehen, entgegenwirken und zu Lösungen beitragen. Die EARLI 2023 sieht in Schulen das Potenzial und die Hoffnung, eine treibende Kraft für positive Veränderungen in der Gesellschaft zu sein.
Im Workshop “ICT-Demonstration: Animated videos in social science didactics for pre-service teacher education“bearbeiteten Teilnehmende zusammen ein exemplarisches Animationsvideo und lernten, wie Animationsvideos in der universitären Lehrkräftebildung zur Förderung professioneller Handlungskompetenz von Politiklehrkräften in NRW eingesetzt werden (vgl. auch ausführlich den hierzu erschienenen Sammelband (OpenAccess)).
Unterrichtsmaterial zu Algorithmen in sozialen Medien
Mal schnell ein süßes Katzenvideo oder ein leckeres Kochrezept bei Instagram teilen? Soziale Medien machen Spaß, vernetzen uns mit anderen und zeigen uns die Inhalte, die uns interessieren. Doch gerade in Zeiten der Corona-Pandemie oder des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben die dort geteilten Inhalte nicht nur Unterhaltungswert: Sie können eine Quelle der Information aber auch der Desinformation darstellen – alles gestützt durch Algorithmen, die den Nutzer*innen ihre (vermeintlichen) „Lieblingsinhalte“ anzeigen. Dieses intransparente System zu verstehen, erfordert ein hohes Maß an Medienkompetenz, insbesondere für Schüler*innen, für die soziale Medien eine hohe Alltagsbedeutung haben (mpfs, 2022).
Im CIVES-Praxistext #11 finden SoWi-Lehrkräfte hierfür ausgearbeitetes Unterrichtsmaterial, welches als vollständige Unterrichtseinheit oder auch ergänzend zum Schulbuch eingesetzt werden kann. In 3 Unterrichtsstunden à 90 Minuten erarbeiten die Schüler*innen die Frage, was soziale Medien und Algorithmensind und welche Auswirkungen sie auf die politische Meinungsbildung haben können.
Frederik Heyen, M.Ed. und Dr. Claudia Forkarth haben die Unterrichtseinheit für die Klassen 7 bis 9 an Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien konzipiert. Teile des Unterrichtsmaterials wurden in der Klasse 9 eines Gymnasiums erprobt und im Anschluss hieran noch einmal überarbeitet.
Das Material ist curricular breit verankert (Kernlehrpläne NRW sowie Medienkompetenzrahmen) und umfasst neben einer inhaltlichen und didaktischen Einordnung vollständig ausgearbeitete Stundenverlaufspläne nebst didaktischen Kommentaren, Arbeitsblätter und Kopiervorlagen. Um den Einsatz in (sprach-)heterogenen Lerngruppen zu ermöglichen, enthält das Material außerdem umfassende Differenzierungsmöglichkeiten (z.B. Arbeitsblätter für unterschiedliche Anforderungsniveaus) sowie scaffolds, um individuellen Lernausgangslagen von Schüler*innen gerecht zu werden.
Weitere Informationen zu unseren CIVES-Unterrichtsmaterialien sowie zu allen CIVES-Reihenund bisher erschienen Beiträgen erhalten Sie hier. Alle CIVES-Beiträge erscheinen im OpenAccess, vollumfänglich und kostenfrei.
Die in diesem CIVES-Praxistest enthaltenen Arbeitsblätter und Folienvorlagen (PDF-Seiten 22-79) sind lizenziert unter einer Creative Commons (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International) Lizenz: CC BY-SA 4.0. Die Namen der Autorinnen/Rechteinhaberinnen sollen wie folgt genannt werden: Heyen/Forkarth für cives-school.de. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken finden sich direkt bei den Abbildungen sowie im Verzeichnis.
Praktische Arbeitserfahrungen sind für die eigene Berufsorientierung und -motivation essentiell. Dies gilt auch für den Lehrerberuf, weshalb die Ausbildung bereits im Studium Praxisphasen beinhaltet.
Lehramtsabsolventin Anna Pietsch hat vor und während ihres Studiums verschiedene Nebenjobs und Praktika absolviert und war u.a. für die Duisburger Politikerin Bärbel Bas tätig.
Während des Teachers‘ Day 2022 in Bochum hat Anna die Bundestagspräsidentin für CIVES interviewt und erfährt, dass diese nicht nur kontinuierlich Praktikumsplätze in ihrem Wahlkreisbüro anbietet, sondern selbst auch Praktika absolviert, und damit ein kraftvolles Beispiel für lebenslanges Lernen, Berufsmotivation und Perspektivenübernahme ist.
In ihrem Amt als Bundestagspräsidentin betont Bärbel Bas immer wieder die Bedeutung politischer Bildung für die demokratische Gesellschaft. Ob bspw. mit einem Beitrag in der POLIS, in einem Interview zur Erinnerungsarbeit oder jüngst als Schirmfrau der U18-Wahl. Auch beim Teachers‘ Day 2022 formulierte sie den Bedarf an mehr sozialwissenschaftlicher Bildung angesichts von Antisemitismus, Rassismus und Populismus.
Sehen Sie hier das CIVES-Video inkl. Interview mit Bärbel Bas:
In unserer CIVES-News vom 18.01.2023 berichteten wir über den Aufsatz von Frederik Heyen, M.Ed. und Prof. Dr. Sabine Manzel, der die Bedeutung einer fachspezifischen Auseinandersetzung mit Medienkompetenz für die politische Bildung unterstreicht.
Deutlich wird diese Relevanz auch anhand der zuletzt zahlreich veröffentlichten Unterrichtsmaterialien, die von Fake News über Filterblasen sowie Verschwörungstheorien im Netz wichtige Inhalte für die politische Bildung thematisieren.
Im schulischen Alltag kann die Suche nach geeigneten Materialien trotz oder gerade wegen dieser Vielzahl jedoch zu aufwendig erscheinen.
CIVES versucht, sich dieser Problematik anzunehmen und hat aus diesem Grund zwei Themen-Padlets erstellt. Hierin werden wesentliche Veröffentlichungen externer Institutionen gebündelt, einmal zum Thema „Fake News“, einmal zum Thema „Verschwörungstheorien“. Sowohl entsprechend markierte Angaben zu Zielgruppe/Altersstufen, Zeitdauer, Material-Charakter und Anbieter als auch die Unterteilung in LuL-, SuS- und Hintergrund-Material unterstützen dabei, schneller einen Überblick über die Vielzahl an Unterrichtsmaterialien zum Thema zu gewinnen.
Seit dem Wintersemester 2022/23 bieten wir die Studiengänge Bachelor und Master of Education im Fach Wirtschaft-Politik mit der Lehramtsoption Sonderpädagogische Förderung für die Schulformen Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen (HRSGe) an.
Wer nicht nur ein Faible für sozialwissenschaftliche Bildungsprozesse hat, sondern diese auch insbesondere inklusiv und partizipativ gestalten und fördern möchte, wird nun hierfür spezifisch ausgebildet.
Studierende erwerben im Rahmen dieser Lehramtsoption Wissen zu entwicklungspsychologischen Grundlagen mit Bezug zum Kindes- und Jugendalter sowie linguistische und sprachpathologische Kenntnisse. Es werden im Studium Methoden der Rehabilitationspädagogik und -soziologie sowie der Heilpädagogik vermittelt und Konzeptionen der Gesundheits- und Entwicklungsförderung sowie Präventionsmaßnahmen im sonderpädagogischen Kontext gelehrt.
Das Bachelorstudium umfasst zwei sonderpädagogische Fachrichtungen („Emotional-Soziale Erziehung“ und „Sprache“, (zukünftig wird auch der Schwerpunkt „Hören“ wählbar sein)) sowie zwei Unterrichtsfächer, wovon ein Hauptfach (Mathematik oder Deutsch) verpflichtend ist. Eine gute Übersicht zum Studienverlaufsplan sowie weiterführende Informationen bietet die UDE-Website des Akademischen Beratungszentrums.
Der B.A.-Abschluss befähigt zur Lehrtätigkeit in außerschulischen Bildungseinrichtungen. Mit dem anschließenden Masterstudium (4 Semester) und Abschluss als M.Ed. erwerben die Absolvent*innen die Qualifikation zum Vorbereitungsdienst an Förderschulen und anderen Schulformen entsprechend den fachlichen sowie sonderpädagogischen Anforderungen.
Die Einstellungschancen für Lehrkräfte für Sonderpädagogische Förderung schätzt das Ministerium für Schule und Bildung NRW in seinen jüngsten Vorausberechnungen zum Lehrkräftearbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen (S. 28ff.) von März 2023 als „hervorragend bis sehr gut“ ein.
Alle Informationen zum Studium Wirtschaft-Politik mit der Lehramtsoption Sonderpädagogische Förderung an der Universität Duisburg-Essen finden Sie hier.
Sabine Manzel und Claudia Forkarth präsentieren neue Forschungsbefunde
Unter dem Motto „Bildung zwischen Unsicherheit und Evidenz“ fand vom 28. Februar bis zum 2. März 2023 die 10. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung(GEBF) an der Universität Duisburg-Essen statt.
Auch das SoWi-Didaktik-Team von Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Sabine Manzel war dabei und präsentierte neue Erkenntnisse aus aktuellen Forschungsarbeiten.
In der Vortragsreihe H-01 „Professionswissen von Lehrkräften“ stellten Prof. Gronostay, TU Dortmund, und Prof. Sabine Manzel, UDE, die Entwicklung und Validierung des neuen Testinstruments SoWis-L vor. Dieses ist bedeutungsvoll, da es das bislang einzig standardisierte Testinstrument für den Bereich des Professionswissens im Lehramt SoWi ist, das den Integrationscharakter des Fachs abbildet (vgl. auch unsere CIVES-News zum diagnostica-Artikel).
In der Vortragsreihe A-04 „Unterrichtsmerkmale“ präsentierte Dr. Claudia Forkarth, UDE, die Forschungsergebnisse ihrer Dissertationsarbeit zum schriftlichen Urteilen im Politikunterricht der Sekundarstufe I. In einer quasi-experimentellen Interventionsstudie (Pre-Post-Design) untersuchte sie die schriftliche Urteilsfähigkeit von Schüler*innen der Jahrgangsstufen 7/8 an Gesamtschulen in NRW anhand der sprachlichen Handlung Begründen sowie den Effekt einer fachspezifischen, textsortenbasierten Schreibförderung (siehe hierzu auch unsere CIVES-News vom 07.10.2022).
Neu entwickeltes Testinstrument zur Erhebung des Professionswissens kann erste Antworten auf diese Frage geben
Um den Lehrberuf erfolgreich bewältigen zu können, stellt das Professionswissen (angehender) Lehrkräfte eine wichtige Voraussetzung dar. Neben pädagogischem Wissen umfasst das Professionswissen auch das Fach- und fachdidaktische Wissen (Baumert & Kunter, 2006).
Das professionelle Wissen angehender SoWi-Lehrkräfte konnte bislang jedoch nicht hinreichend erfasst werden: Bisherige Tests konzentrierten sich entweder auf einen der drei sozialwissenschaftlichen Integrationsbereiche, nur das fachdidaktische Wissen oder waren nicht für die Zielgruppe der Lehramtsstudierenden ausgelegt.
Das Testinstrument SoWis-L, das in Zusammenarbeit von Prof. Dorothee Gronostay, Prof. Sabine Manzel und Dr. Frank Eike Zischke erstellt wurde, füllt damit gleich mehrere Forschungslücken auf einmal: Mit SoWis-L kann sowohl das Fachwissen in den Bereichen Politik und Wirtschaft als auch das fachdidaktische Wissen verlässlich und getrennt voneinander erfasst werden. Dies gilt sowohl für die Reproduktion als auch die Anwendung des Wissens.
An der Hauptstudie zur Validierung des Tests waren von 2018 bis 2020 insgesamt 374 Lehramtsstudierende der UDE als Probanden beteiligt.
Neben der Konstruktion des neuen Testinstruments liefert die Studie erste Befunde über das Professionswissen von Lehramtsstudierenden des Fachs SoWi und bietet Anknüpfungspunkte für die weitere Professionsforschung (angehender) Lehrkräfte. Darüber hinaus bietet die Studie einen Mehrwert für die Erhebung des Professionswissens auch in anderen Bundesländern, da die Wissensbereiche getrennt voneinander abgefragt und so an die jeweilige Ausrichtung des Fachs angepasst werden können.
Der Beitrag ist in Diagnostica. Zeitschrift für Psychologische Diagnostik und Differentielle Psychologieerschienen und vollumfänglich via Open Access verfügbar.
Welche Rolle spielt die sprachliche Bildung für das fachliche Lernen und wie kann eine erfolgreiche – d.h. das fachliche Lernen unterstützende – Schreibförderung im Fachunterricht gelingen?
In der zweiten Förderphase (2017-2020) wurden Unterrichtskonzepte für die Jahrgangsstufen 7 und 8 an Gesamtschulen (NRW) entwickelt und erprobt, die einen Textsortenansatz zur Förderung sprachlichen und fachlichen Lernens im Fachunterricht fokussieren (für das Fach Politik Forkarth & Manzel, 2021).
Der neu erschienene, zweite Sammelband (Roll et al., 2022) präsentiert zentrale Befunde, die im Rahmen des empirischen Interventionsprojekts entstanden sind. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass das Schreiben und Lesen von Texten im Fachunterricht förderlich für die nachhaltige Bearbeitung und Strukturierung von fachlichen Inhalten ist und zudem Potential für das sprachliche Lernen im Fach birgt. Das Schreiben soll – so wird vielfach gefordert – als Lernwerkzeug im Fachunterricht verankert werden, um fachliche Inhalte zu erarbeiten.
Im ersten Teil werden aus fächerübergreifender und sprachtheoretischer Perspektive der theoretische Rahmen und die Ausgangslage sowie das Forschungsprojekt als solches (Studiendesign, Hintergrundvariablen, Stichprobe) beschrieben und zentrale Ergebnisse dargestellt. Welche Faktoren (z.B. Schreibmotivation, fachliche Vorkenntnisse) beeinflussen den Schreiberfolg? Welche Schüler*innen profitieren von der Intervention? Welche fachspezifischen Besonderheiten gibt es und an welcher Stelle scheint eine fächerübergreifende Koordinierung möglich?
Der zweite Teil fokussiert die Befunde der Fächer (Geschichte, Physik, Technik, Politik, Deutsch und Türkisch). Mit der Teilstudie Politik „Textsortenbasierte Sprachförderung zum schriftlichen Beschreiben und Erklären im Fachunterricht Gesellschaftslehre. Empirische Ergebnisse zum Fachwissen und zu sprachlichen Handlungen in Politischen Urteilen von Schülerinnen und Schülern“ liefern Prof. Dr. Sabine Manzel und Dr. Claudia Forkarth Hinweise auf die fachliche Schreibfähigkeit von Schüler*innen, die Ausgangspunkt für weitergehende politikdidaktische Forschung und unterrichtspraktische Innovationen sein können.
SchriFT II – Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen – Eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit von fachübergreifender und fachspezifischer Schreibförderung in kooperativen Settings
Das Projekt ist ein Beitrag zur interdisziplinären empirischen Unterrichtsforschung und wird im Rahmen der UAR unter Leitung des Instituts Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Duisburg-Essen durchgeführt. Beteiligt sind die fachdidaktischen Lehrstühle der Geschichte, Sozialwissenschaften, Technik sowie der Turkistik an der Universität Duisburg-Essen und der fachdidaktische Lehrstuhl für Physik an der Universität Bochum. Das Kooperationsprojekt schließt an das von 2014-2017 durchgeführte Forschungsprojekt Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen an.
Peuschel, Kristina, & Burkard, Anne (2019). Sprachliche Bildung und Deutsch als Zweitsprache in den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Tübingen: Narr Francke Attempto. https://t1p.de/u2u7
Roll, Heike & Bernhardt, Markus (Hrsg.) (2019). Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen: Empirische Befunde aus den Fächern Geschichte, Physik, Technik, Politik, Deutsch und Türkisch. Münster: Waxmann. https://t1p.de/tjsh
Roll, Heike; Bernhardt, Markus; Enzenbach, Christine; Fischer, Hans Ernst; Forkarth, Claudia; Gürsoy, Erkan; Krabbe, Heiko; Lang, Martin; Manzel, Sabine & Uluçam-Wegmann, Işıl (Hrsg.) (2022). Schreibförderung im Fachunterricht der Sekundarstufe I. Interventionsstudien zu Textsorten in den Fächern Geschichte, Physik, Technik, Politik, Deutsch und Türkisch. Münster: Waxmann. https://t1p.de/1fp3t
Politische Bildung findet auch in Fußballstadien statt! 25 Lernzentren bieten bundesweit Bildungsangebote zu diversen politischen und gesellschaftlichen Themen an. In Dortmund gehören zum Beispiel Anti-Diskriminierung, Demokratieförderung, Homophobie, Inklusion, Interkulturelle Kompetenz, Kulturelle Vielfalt, Rassismusprävention und Zivilcourage zu inhaltlichen Schwerpunkten.
Mit diesem vielfältigen Bildungsangebot ist das BVB-Lernzentrum ein zentraler Akteur in der außerschulischen politischen (Jugend-)Bildung im Ruhrgebiet. Diverse Projekte zur Demokratieförderung und Veröffentlichungen dokumentieren dies.
Jugendbildungsreferent*in Daniel und Conny sowie Praktikant Claas erläuterten den Lehramtsstudierenden die Konzeption und Umsetzungsweise ihrer Arbeit und gaben Einblick in konkrete Methoden der offenen Kinder- und Jugendbildung. Die anschließende Stadionführung ließ die Herzen aller Fußballinteressierten höher schlagen und bot Raum für spontane Vertiefungsfragen.
Herzlichen Dank an Daniel, Conny und Claas für Eure Zeit!
204 Minuten verbringen 12- bis 19-Jährige täglich durchschnittlich online (mpfs, 2022, S. 26). Ein Großteil fällt auf die Nutzung von Messengern und sozialen Medien. Kommunikation und Unterhaltung stehen hierbei im Mittelpunkt – der Messengerdienst WhatsApp ist die beliebteste Anwendung, 85% der Jugendlichen in dieser Altersgruppe nutzen die App täglich (S. 29). Gleichzeitig werden soziale Medien zunehmend auch zur Informationssuche über das aktuelle Tagesgeschehen genutzt: Ein Viertel der Jugendlichen informiert sich mehrmals die Woche z.B. über die App TikTok, fast ein Drittel verwendet hierfür die App Instagram (mit Anstieg im Altersverlauf) (S. 42f.). Trotz Unterschieden im Nutzungsverhalten nach Geschlecht und Schulform, ist die Nutzungszeit insgesamt beachtlich und verdient die Frage nach ihrer Wirkung.
Die ICILS-Studie von 2018 zeigt, dass trotz digitaler Affinität die informationsbezogenen Kompetenzen vieler Jugendlichen noch ausbaufähig sind (vgl. Eickelmann, Bos & Labusch, 2019). Hier stellen sich u.a. die Fragen: Welchen Einfluss hat die social media-Nutzung auf die politische Meinungs- und Urteilsbildung? Werden Beeinflussung, Werbung und Manipulation in sozialen Medien von allen Jugendlichen erkannt? Und welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die politische Bildung?
Der Artikel ist im Sammelband „Die Digitalisierung des Politischen. Theoretische und praktische Herausforderungen für die Demokratie“ von Andreas Wagener und Carsten Stark erschienen und über die Universitätsbibliothek online verfügbar. Der Sammelband enthält außerdem Beiträge zu den Themen ‚Politische Influencer*innen‘, ‚Digitale Partizipationsprozesse‘, ‚Teilhabe und strukturelle Diskriminierung im Zeitalter Künstlicher Intelligenz‘ u.v.m.
Material-Tipps für die schulische Praxis:
1. Im Rahmen der Forschungsarbeit von Dr. Claudia Forkarth ist eine offen lizensierte Unterrichtsreihe zum Thema „Medien und Demokratie“ (OER) für die Sek I, Jahrgangsstufen 7/8, entstanden.
2. Mit dem neuen CIVES-Praxistest #11 (05/2023) bieten Frederik Heyen, M.Ed. und Dr. Claudia Forkarth eine komplette Unterrichtsreihe inkl. Arbeitsblättern und Differenzierungsmaterial zum Thema „Algorithmen in sozialen Medien – Eine Gefahr für die politische Meinungsbildung?“ (Sek I, Jg. 7-9) an.
Die universitäre Ausbildung zur professionellen SoWi-Lehrkraft beinhaltet neben dem fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Studium auch Praxisanteile. Hierbei stehen die schulpraktischen Phasen häufig im Vordergrund (EOP und vor allem das Praxissemester im Master). Das außerschulische Berufsfeldpraktikum führt hingegen bislang eher ein Schattendasein.
Gerade für den sozialwissenschaftlichen Lernbereich erachten wir es jedoch als bedeutsam, weshalb das Unterstützungsangebot in diesem Bachelor-Modul in den letzten Jahren vom Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften kontinuierlich ausgebaut wurde. Neben berufsbezogenen Gesprächen mit Praxisgästen sowie Exkursionen zu außerschulischen Lernorten, ist u.a. eine eigene Datenbank entstanden, die bei der Praktikumssuche hilft (ausführliche Informationen zum SoWi-BFP-Konzept an der UDE hier).
Als Verantwortliche für das BFP-Modul im Fach Sozialwissenschaften ist sie Ansprechpartnerin für Studierende sowie Kooperationspartner*innen und übernimmt die Fachprüfung bei Anerkennungsgesuchen.
Trotz der aktuellen Herausforderungen möchten wir Ihnen allen eine schöne Weihnachtszeit, entspannte Festtage sowie Gesundheit und Zuversicht für das neue Jahr 2023 wünschen.
Wir bedanken uns für Ihr Interesse!
Herzliche Weihnachtsgrüße von Ihrem CIVES-Team
„Was die Zukunft betrifft, geht es nicht darum, sie vorauszusehen, sondern sie möglich zu machen.“
Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste (Citadelle)
Lehramtsstudierende zu Gast beim Vorsitzenden des Schulausschusses
Auch wenn zunächst Zugausfälle und Verkehrshindernisse die Anreise erschwerten – der Weg in die Landeshauptstadt Düsseldorf am 15.12.2022 hat sich für die SoWi-Lehramtsstudierenden der Universitäten Duisburg-Essen und der TU Dortmund gelohnt.
Zeitlich hätte es kaum besser passen können: Nur einen Tag zuvor hatte Schulministerin Petra Feller ihr Handlungskonzept Unterrichtsversorgung in der 7. Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung erläutert. Dies bot den idealen Einstieg für das Gespräch mit dem Ausschussvorsitzenden Florian Braun, MdL der CDU-Fraktion. Insbesondere der Stellenwert der Bildungsausgaben für die Lösung der Mangelsituation, nicht-monetäre Anreize für den Lehrerberuf und Attraktivitätssteigerung durch veränderte Ausbildungsphasen waren von zentralem Interesse für die Studierenden. Aber auch das Megathema „Digitalisierung und Datenschutz an Schulen“ war insbesondere vor dem Hintergrund des Cyberangriffs auf die Universität Duisburg-Essen Gesprächsthema.
Zuvor hatten die Exkursionsteilnehmenden beim allgemeinen Informationsprogramm die Gelegenheit, politische Bildner*innen bei der didaktischen Umsetzung und dem Umgang mit heterogenen Teilnehmenden zu beobachten. Die Makromethoden Erkundung und Expertengespräch sind einige der Themen im Seminar „Vorbereitung Berufsfeldpraktikum“ von Laura Möllers, in dessen Rahmen die Landtagsexkursion stattfand.
Im Anschluss an das offizielle Programm ließen die Teilnehmenden bei winterlichen Minustemperaturen, Glühwein und Altbier die Exkursion auf dem Weihnachtsmarkt ausklingen.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Braun für seine Zeit und das spannende Gespräch!
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit Jannis Gluth von IDIF/ TU Dortmund statt.
IT-Infrastruktur steht für unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung
Die Universität Duisburg-Essen (UDE) ist am Wochenende des 27. November 2022 Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden. Die gesamte digitale Infrastruktur ist hiervon betroffen, Mitarbeitende und Studierende sind aktuell nicht über ihre universitären E-Mail-Adressen und auch nicht telefonisch erreichbar.
via Pixabay by madartzgraphics
Die Arbeiten an der Wiederherstellung laufen auf Hochtouren. Die IT-Spezialist*innen des ZIM sowie externe Expert*innen prüfen derzeit forensisch und entwickeln alternative Zwischenlösungen, bis die digitalen Systeme der UDE wiederhergestellt sind. Die strafrechtlichen Ermittlungen werden von der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) der Staatsanwaltschaft in Köln geleitet. Das Rektorat der UDE geht derzeit aufgrund der Schwere des Angriffs von mehreren Monaten aus, die diese Situation andauern kann und bittet in einem Video-Statement um Geduld.
Die Website der CIVES! School of Civic Education wird extern von der UDE gehostet und ist daher nicht vom Cyberangriff betroffen.
Die Lehrveranstaltungen der Didaktik der Sozialwissenschaften finden wie gewohnt statt. Alle aktuellenStudierenden haben in den Sitzungen der vergangenen Semesterwoche bereits alternative E-Mail-Adressen der Dozierenden erhalten. Diese hängen zusätzlich an unseren Bürotüren in R12 R06 aus.
Hinweis:
Die hier nachfolgend vom 7.12.22 bis 23.5.23 aufgeführten alternativen Websites und E-Mail-Adressen haben mit dem erfolgreichen Reboot der UDE-Websites und Mailserver ihre Gültigkeit verloren und wurden daher an dieser Stelle gelöscht. Sie erreichen uns wieder über die üblichen Kontaktwege.