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Politik-Lehrer/-in werden? CIVES zu Gast am Gymnasium Holthausen

Flyer Studieninteressierte SowiAbitur – und was dann? Diese Frage stand im Zentrum des Studien- und Berufsinformationstags des Gymnasiums Holthausen in Hattingen am 22.06.2015. Neben Vertretern der Volksbank, des Finanzamtes, der Universität Wuppertal und anderer Institutionen war auch CIVES eingeladen, um insbesondere über den Lehramts-Studiengang für das Fach Politik/SoWi zu informieren.

Dabei konnten die Schüler/-innen einiges über den Beruf eines Politik-Lehrers sowie die entsprechenden Studiengänge an der UDE erfahren: Was muss ich mitbringen, wenn ich Sozialwissenschaften studieren und unterrichten möchte? Wie finde ich heraus, ob Lehrer/-in der passende Beruf für mich ist? Und wie sieht das Studium eigentlich genau aus?

Wir bedanken uns für die Einladung und wünschen den Schülerinnen und Schülern viel Erfolg bei der Studien- und Berufswahl! Vielleicht findet ja der eine oder die andere den Weg an die UDE.

Sind Sie ebenfalls am Studiengang Lehramt Sozialwissenschaften interessiert? Hier finden Sie den Infoflyer für Studieninteressierte des Studiengangsbüros, das Sie auch gerne mit weiteren Informationen versorgt!

„Wie werde ich reich in Zeiten der Eurokrise?“ – Projekttag am KG Heinsberg

Euros „Wie werde ich reich in Zeiten der Eurokrise?“ Unter dieser bewusst provokant gewählten Frage stand ein Projekttag für die Oberstufe des Kreisgymnasiums Heinsberg am 19.06.2015.

Zu diesem Tag, der vom Projektkurs Wirtschaft für die Mitschüler/-innen vorbereitet worden war, war neben Vertretern der Bundesbank, der Deutschen Bank, des Handelsblatts, des Südwind-Instituts und des Kirchenkreis Jülich auch Julian Becker von CIVES eingeladen worden.

In einer Reihe von Workshops, die von den externen Referenten und Schülergruppen angeboten wurden, konnten so verschiedene Aspekte rund um die Finanzkrise und die Eurokrise mit den Schüler/-innen erörtert werden. In einer abschließenden Podiumsdiskussion trafen verschiedene Sichtweisen auf Ursachen und nötige Schritte zur Lösung der Eurokrise aufeinander. Aufgrund der Aktualität wurde insbesondere der Fall Griechenland diskutiert. Damit war ein hoher Grad an Kontroversität gegeben, die in der Auseinandersetzung mit dem Thema Eurokrise sehr notwendig ist.

Wir bedanken uns für die Einladung und wünschen der Schule viel Erfolg für weitere derartige Veranstaltungen – und schöne Sommerferien!

Emotionalität im Politikunterricht – Sabine Manzel spricht bei GPJE-Jahrestagung

Sabine Manzel GPJEÜber die mündliche Beteiligung von Jungen und Mädchen im Politikunterricht ist bislang erstaunlich wenig bekannt. Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern bezüglich der Redeanteile in politischen Diskussionen? Sind sie unterschiedlich emotional involviert?

Diese Fragen beschäftigten Prof. Dr. Sabine Manzel vom Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften an der UDE. Auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) stellte Sabine Manzel erste Ergebnisse einer explorativen Studie vor, die aus standardisierten Unterrichtsvideos aus dem Dissertationsprojekt von Dorothee Gronostay ausgewertet wurden.

Demnach wird die Hypothese eines „gender gaps“ in dieser Studie nicht bestätigt: Schülerinnen unterscheiden sich nicht signifikant bezüglich ihrer Redebeitragslänge und ihrer emotionalen Involviertheit von Schülern. Mädchen diskutieren genauso gerne und engagiert wie Jungen – oder eben auch genauso ungern.

Die im Dissertationsprojekt eingesetzte Methode der Fishbowl-Diskussion steigert interessanterweise insgesamt die Emotionalität. Die Freude am Argumentieren, aber auch die Unsicherheit bzgl. der eigenen inhaltlichen Äußerungen nimmt deutlich zu.

Auffällig ist, dass sich insgesamt sehr wenige Schüler/innen der Stichprobe an den Diskussionen beteiligt haben, was angesichts der Wichtigkeit der politischen Mündigkeit Anschlussfragen aufwirft: Wie kann kommunikative Partizipation im Politikunterricht gefördert werden?

Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist nach Abschluss der Videostudie geplant.

Politikunterricht professionell planen: Neuer Sammelband erschienen

Politikunterricht professionell planenNEU: Siegfried Frech, Dagmar Richter (Hrsg.): Politikunterricht professionell planen

ISBN: 978-3-7344-0078-0
19,80 €

Vor dem Hintergrund der aktuellen fachdidaktischen Diskussion um Kompetenzen im Politikunterricht widmet sich ein neuer, im Wochenschau-Verlag erschienener Sammelband verschiedenen Fragen rund um das Thema der Unterrichtsplanung: Wie soll Politik eigentlich unterrichtet werden – nach Konzepten, nach didaktischen Prinzipien oder völlig anders? Wie kann die Planung eines kompetenzorientierten Politikunterrichts ablaufen? Wie lässt sich die Planungskompetenz bei (angehenden) Politiklehrerinnen und -lehrern implementieren?

Prof. Dr. Sabine Manzel und Dennis Neumann (Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Didaktik der Sozialwissenschaften) zeigen in ihrem Beitrag konkrete Möglichkeiten auf, wie sich politikdidaktische Erkenntnisse und Befunde der empirischen Bildungsforschung im Rahmen der Planung von Politikunterricht zusammengedacht nutzen lassen.

Politischer Extremismus

Zwei offene Vorträge

Im Rahmen des Master-Seminars „Politischer Extremismus“ von Susanne Gerngroß finden im Mai zwei Veranstaltungen mit externen Referent(inn)en statt, zu denen alle Interessierten herzlich eingeladen sind:

  • Am 22. Mai stellt das Projekt „WEGWEISER in Bochum“ seine Arbeit vor. Das Projekt will den Einstieg von jungen Menschen in religiösen Radikalismus verhindern und mit Jugendlichen arbeiten, die potentiell gefährdet sind.
    Zeit und Raum: 13:00 bis 14:00 Uhr, S05 T05 B01.
  • Am 29. Mai wird Herr Dr. Thomas Pfeiffer (Universität Bochum / Verfassungsschutz NRW) zum Phänomenbereich „Rechtsextremismus“ einen Vortrag mit anschließender Diskussion halten.
    Zeit und Raum: 10:00 bis 13:00 Uhr, S05 T05 B01.

Competence for Democracy: Participation and Decision Making in Classroom Interaction

Keynote von Prof. Dr. Sabine Manzel auf der IACSEE-Konferenz in Göttingen, 02.-04.07.2015

Die politischen Systeme stehen heute vor zahlreichen, hochkomplexen Herausforderungen – seien es internationale Finanz- und Wirtschaftskrisen, der Klimawandel oder nationalistische Bewegungen. Vor diesem Hintergrund fragt die diesjährige IACSEE-Konferenz nach der Rolle, die sozialwissenschaftliche und staatsbürgerliche Bildung in Zeiten solcher Herausforderungen spielen sollte.

Die Keynote des ersten Tagungstages wird von Prof. Dr. Sabine Manzel gehalten. Darin setzt sie sich mit Demokratiekompetenz, Partizipation und Entscheidungsfindung in der Klassenraum-Interaktion auseinander.

Mehr zur Konferenz „Political and economic systems under challenge – assessing the role and potential of citizenship education“ der International Association for Citizenship, Social and Economics Education (IACSEE) finden Sie auf der Homepage der Veranstaltung. Hier können Sie auch das Konferenzprogramm herunterladen.

Global Action Day für plurale Ökonomik

Podiumsdiskussion: VWL – Geistiges Monopol oder freier Wettbewerb?

Universität Köln, 05.05.2015, 19:30 Uhr, Hörsaal C

  • Prof. Dr. Till van Treeck (UDE)
  • Prof. Achim Wambach, Ph. D. (Universität Köln)
  • Prof. Dr. Felix Bierbrauer (Universität Köln)

Ein Jahr, nachdem eine internationale studentische Initiative einen Aufruf für mehr Pluralität in der ökonomischen Lehre und Forschung veröffentlicht hat, gibt es am 05.05.2015 im Rahmen eines globalen Aktionstages an vielen Universitäten Veranstaltungen, die die (fehlende) Pluralität in der Ökonomik thematisieren.

An der Universität zu Köln findet hierzu eine Podiumsdiskussion statt, bei der u. a. Prof. Dr. Till van Treeck (UDE, CIVES), Prof. Achim Wambach, Ph. D. sowie Prof. Dr. Felix Bierbrauer (beide Universität Köln) über die Frage „VWL: Geistiges Monopol oder freier Wettbewerb?“ diskutieren werden.

Die Veranstaltung wird von der Kölner Gruppe der Studierendeninitiative „Oikos“ organisiert.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Veranstaltung und zum gesamten Aktionstag an der Universität Köln.

Forschungskolloquium zur Didaktik der Sozialwissenschaften

Forschungskolloquium Didaktik der SozialwissenschaftenDas Forschungskolloquium richtet sich an Studierende, die sich am Ende ihre Hauptstudiums der Didaktik der Sozialwissenschaften befinden, ihre Abschlussarbeit schreiben sowie an Doktorand/ -innen und Forschungsinteressierte.

Aktive Beteiligung, kreative Ideen und die Bereitschaft, sich in knifflige Probleme einzuarbeiten, sind Voraussetzungen zur Teilnahme.

Die Sitzungen finden in zweiwöchigem Turnus immer montags von 13.00-14.30 Uhr (s.t.) in R11 T04 C84 statt. Eine ausführliche Übersicht über die Inhalte des Kolloquiums können Sie hier herunterladen.

Ungleichheit: Folge oder Ursache der Krise? Till van Treeck in „Deutschland und Europa“

Die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Deutschland und Europa“, herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, setzt sich mit der Frage „Bricht Europa auseinander? Reichtum und Armut in Europa“ auseinander.

Damit wird das neue Mega-Thema Ungleichheit, unter dem zuletzt auch der Bundeskongress der BpB stand, erneut von einer Einrichtung der politischen Bildung aufgegriffen.

Till van Treeck beschäftigt sich in seinem Artikel mit der Debatte um die Ursachen der Eurokrise, der Rolle, die zunehmende Ungleichheit hierbei gespielt hat – sowie der Einseitigkeit, die manche Unterichtsmaterialien in der Auseinandersetzung mit diesem Thema an den Tag legen. Darüber hinaus werden konkrete Vorschläge für Unterrichtsmaterialien geliefert.

Das gesamte Heft 69 von „Deutschland und Europa“ – u. .a. auch mit einem Beitrag des bekannten Eliten-Forschers Michael Hartmann – können Sie auch hier herunterladen.

Reaktion auf CIVES-Praxistest #1:
Handelsblatt kündigt Überprüfung an

In einem Artikel im Tagesspiegel vom 17.03.2015 befasst sich Anja Kühne mit dem Thema Lobbyismus an Schulen. Insbesondere steht das Problem einseitiger Unterrichtsmaterialien von Unternehmen und Verbänden im Vordergrund.

In diesem Zusammenhang wird auch die Kritik an der Unterrichtseinheit „Unsere Wirtschaftsordnung“ des Projekts Handelsblatt macht Schule aufgegriffen, die Till van Treeck im CIVES-Praxistest #1 dargelegt hat.

Im Tagesspiegel-Artikel äußert sich erstmals eine Sprecherin des Handelsblatts hierzu: Inhaltliche Einseitigkeit sei nicht intendiert, die Kritik des Kurzgutachtens könne man in Teilen nachvollziehen und werde die Hinweise weiter überprüfen.

Hier finden Sie den vollständigen Tagesspiegel-Artikel, und hier geht es zum CIVES-Praxistest #1.

Veranstaltungshinweis: NRW-Fortschrittslecture Wirtschaftswissenschaften, 22.04.2015

22.04.2015, Vertretung des Landes NRW, Berlin.

Nachtrag: Die Folien zum Vortrag von Prof. Dr. Till van Treeck mit dem Titel „Viel Einfluss, wenig Vielfalt? Die Rolle der Ökonomik in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft“ können Sie hier herunterladen.

Gäste:

  • Prof. Dr. Till van Treeck (UDE)
  • Svenja Schulze (NRW-Wissenschaftsministerin)
  • Ulrike Hermann (TAZ)
  • Lino Zeddies (Studierender, FU Berlin)
  • Moderation: Harald Schumann (Tagesspiegel)

In Folge der Finanz- und Wirtschaftskrisen der vergangenen Jahre sind die Wirtschaftswissenschaften in der Öffentlichkeit stark in die Kritik geraten. Diese kommt aus verschiedenen Richtungen: Von der berühmten Frage der britischen Königin, warum die Finanzkrise nicht vorhergesagt wurde – bis zu studentischen Initiativen, die eine Neuausrichtung der universitären Lehre fordern.

Hierdurch ist auch eine Debatte darüber entbrannt, wie die Zukunft der Wirtschaftswissenschaften aussieht – oder aussehen sollte. Die NRW-Fortschrittslecture „Viel Einfluss, wenig Vielfalt? Die Rolle der Wirtschaftswissenschaften in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft“ greift diese Debatte um Status und Zukunft der Wirtschaftswissenschaften auf. Sie findet am 22.04.2015 in der Vertretung des Landes NRW in Berlin statt.

Als Gäste sind u. a. Prof. Till van Treeck, NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, die Journalistin Ulrike Herrmann (TAZ) sowie Lino Zeddies (Studierender der Wirtschaftswissenschaften, FU Berlin) eingeladen. Moderiert wird die Veranstaltung von Harald Schumann (Wirtschaftsredakteur beim Tagesspiegel).

CIVES besucht Bundeskongress der BPB

CIVES BPBDie Universität Duisburg-Essen ist vom 19.-21.03. Gastgeberin des Bundeskongresses der Bundeszentrale für Politische Bildung. Der Kongress befasst sich dieses Jahr mit dem Thema „Ungleichheiten in der Demokratie“ – was zeigt, dass das neue Mega-Thema Ungleichheit auch für die politische Bildung von höchster Relevanz ist. Auch das CIVES-Team war vor Ort.

Die hörens- und sehenswerte Keynote von Prof. Dr. Benjamin Barber zur Eröffnung des Bundeskongresses mit dem Titel „Wieviel Ungleichheit verträgt die Demokratie?“ finden Sie hier.

Wirtschaftslobby kämpft um die Köpfe unserer Kinder

Beitrag von Till van Treeck auf vorwärts.de

Mitte Februar forderte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf einer Veranstaltung der Initiative „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“, ein Fach Ökonomische Bildung fest in den deutschen Schulen zu verankern.

Prof. Dr. Till van Treeck setzt sich in einem Gastbeitrag auf vorwärts.de mit der Forderung des SPD-Parteichefs auseinander. Sein Urteil: Wirtschaftsunterricht dürfe nicht nur von Erziehung zum Unternehmertum und dem richtigen Umgang mit Geld bestimmt sein. Vielmehr müssten volkswirtschaftliche Konzepte und wirtschaftspolitische Streitfragen erörtert werden.

Gerade in diesen Fragen sei eine zu große Einflussnahme von Unternehmen, ihren Verbänden und Initiativen auf die Unterrichtsinhalte als kritisch anzusehen. Das Ergebnis seien häufig einseitige Unterrichtsmaterialien (dazu auch CIVES-Praxistest #3 und CIVES-Praxistest #1). Nötig sei eine stärkere Qualitätskontrolle der Unterrichtsmaterialien – und dass die Politik sich nicht zum Anwalt von einseitigen Arbeitgeberinteressen machen lasse.

Den gesamten Beitrag finden Sie hier.

Mehr zum „Kampf um die Köpfe“ erfährt man auch in einem aktuellen Beitrag von Prof. Dr. Tim Engartner (Dozent bei unserem Update Ökonomische Bildung) in der TAZ.