Eine Befragung von Zehntklässler*innen zu Medienkompetenz und Nutzungsverhalten

Soziale Medien sind elementarer Bestandteil des Lebensalltags von Jugendlichen. Sie dienen der Kommunikation, Unterhaltung und Information. Jugendliche erleben ihren social media-Konsum gleichzeitig als bereichernd wie belastend (mpfs, 2026).
Bezüglich des Einflusses auf ihre politische Meinungsbildung sind sie unentschlossen: Sie bewerten soziale Medien hierfür zu gleichen Teilen positiv wie negativ (jeweils 38%) oder sind unentschieden (bpb, 2026; Wedel et al., 2025, S. 44f.). Ähnlich offen verhält sich (noch) die Einschätzung seitens der Schulpolitik und Wissenschaft. Während die Bedeutung von Informations- und Medienkompetenz (KMK, 2026) für die politische Bildung klar ist (Oberle, 2017), bedarf es mit Blick auf den sozialwissenschaftlichen Unterricht weiterer fachdidaktischer Forschung. Ziel ist es, herauszufinden, wie politikbezogene Medienkompetenz und Mündigkeit im digitalen Raum gefördert werden können (Heyen & Manzel, 2023).
Von diesem Thema motiviert, befragte Jannis Müser während seines Praxissemesters Schüler*innen einer zehnten Klasse zu ihrem social media-Konsum. Er entwickelte einen eigenen Fragebogen mit Items der JIM- und ICILS-Studie sowie des DigitalCheckNRW. So untersuchte Jannis Müser auch, welche digitalen Quellen die 15-Jährigen bei ihrer politischen Informationssuche bevorzugen und wie sie ihre Medienkompetenz einschätzen.
In diesem CIVES-FLiP#6 präsentiert und diskutiert der Autor seine Ergebnisse. Das Studienprojekt wurde im Wintersemester 2024/25 an der Universität Duisburg-Essen am Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften verfasst.
Weitere Informationen zur Reihe CIVES-FLiP und bisher veröffentlichten Beiträgen erhalten Sie hier. Alle CIVES-Beiträge erscheinen im OpenAccess, vollumfänglich und kostenfrei.

