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Workshop: Ein offenes Lehrmittel zum Inhaltsfeld „Wirtschaftspolitik“

Tablet mit Wolken

Offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources: OER) sind in den letzten Jahren voll in Deutschland angekommen. Doch das Angebot an OER im Bereich der sozialwissenschaftlichen Bildung bleibt bisher überschaubar. Dabei gibt es gute Gründe dafür, auch im Bereich der sozioökonomischen Bildung stärker auf OER zu setzen.

Vor diesem Hintergrund wird in einem vom Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) geförderten Projekt am Institut für Sozioökonomie der Uni Duisburg-Essen ein digitales, offenes Lehrmittel für das Inhaltsfeld „Wirtschaftspolitik“ (SoWi, Sek. II) entwickelt.

Neben der Verwendung offener Lizenzen zeichnet sich das Lehrmittel besonders durch die Einbindung interaktiver Elemente aus, die mit H5P und Geogebra gestaltet werden. Das ermöglicht es Nutzer*innen, diese interaktiven Elemenete an ihre eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Screenshot

Ein Screenshot des Lehrmittels

Der Workshop

In einem Workshop am 6. Februar 2019 von 15.00 bis 18.00 Uhr in den Essener Weststadttürmen (12. Etage, Raum C.12.12) wird der aktuelle Stand des Projekts vorgestellt. Neben der Möglichkeit, Probekapitel des Lehrmittels selbstständig zu erkunden, wird auch in die Grundgedanken von OER und die Gestaltung von H5P-Elementen eingeführt.

Das Programm

  • Was sind OER: Für alle, die noch nicht genau wissen, was sich hinter der Abkürzung „OER“ verbirgt, wird erläutert, was es damit auf sich hat.
    • Welche Möglichkeiten und Vorteile bieten offenen Bildungsressourcen?
    • Wieso heißt „offen“ hier mehr als bloß „kostenlos“?


    Dabei konzentrieren wir uns besonders auf den Bereich politisch-ökonomischer Bildung, geben aber auch gerne Hinweise darüber hinaus.

  • Inhalte und Gestaltung: Julian Becker, Mitentwickler der Lehrmittels, stellt Konzept, Inhalte und Struktur des Lehrmittels vor. Khesrau Behroz, Project Manager bei iRights.Lab, wird berichten, welche Gedanken bei der digitalen Gestaltung leitend waren.
  • Praktisches Ausprobieren: Zudem gibt es die Möglichkeit, das Lehrmittel selbst auszuprobieren. Wir zeigen dabei auch ganz praktisch, was sich hinter H5P und Geogebra verbirgt und wie H5P-Content erstellt und verändert werden kann.

Der Workshop richtet sich an Lehrer*innen, Studierende im Lehramt SoWi, Ausbilder*innen von Lehrkräften an Unis und ZfsLen und Referendar*innen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Es besteht die Möglichkeit, Kosten für die An- und Abreise in Form eines DB-Tickets (2. Klasse, gegen Vorlage der Originalbelege) erstattet zu bekommen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung (s. u.) an, ob und in welchem Umfang sie diese Möglichkeit nutzen möchten.

Fragen zum Workshop beantwortet gerne Julian Becker

Anmeldung

Der Workshop ist leider bereits ausgebucht. Sie können sich allerdings mit dem Formular unten auf eine Warteliste setzen lassen. Sollte einer der Angemeldeten verhindert sein, werden wir Sie direkt (entsprechend der Reihenfolge der Warteliste) informieren.

Ich möchte eine Erstattung meiner Reisekosten in Form eines DB-Tickets (2. Klasse) in Anspruch nehmen
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(wenn Sie keine Erstattung in Anspruch nehmen wollen, geben Sie hier "0" ein)


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Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Cives Logo

Ifso

Gefördert durch:

Fröhliche Weihnachten


Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden der CIVES-Arbeit eine ruhige Zeit „zwischen den Jahren“, fröhliche und gemütliche Festtage mit besinnlichen Augenblicken sowie Momente der Erholung und Muße.

Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen alles Gute, insbesondere Frieden, Gesundheit und Zuversicht. Auf ein Jahr voller Lichtblicke und Energie.

Mit Frohmut blicken wir auf 2019 und freuen uns auf gemeinsame erfolgreiche Projekte.

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Herzliche Weihnachtsgrüße
Ihr CIVES-Team

Einladung zum Festival for
Pluralism und der GSÖBW-Tagung

Institut für Sozioökonomie thematisiert
Lehrer*innenbildung

Die Diskussion um das Schulfach Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist mit der aktuellen Landesregierung und der Verlautbarung vom 26.11.2018 in vollem Gange.

Doch bereits heute sind ökonomische Inhalte Bestandteil des SoWi-Unterrichts und in den Kernlehrplänen festgeschrieben. Aber wie werden wirtschaftliche Themen im Unterricht beleuchtet? Wie verläuft die Lehrer*innenausbildung für die sozialwissenschaftlichen Schulfächer? Welchen Einfluss hat hier die internationale Pluralismusdebatte? Und welche neuen Lehrmedien und –praktiken werden in diesem Zusammenhang benötigt?

Diese und weitere Fragen werden am 21. und 22. Februar 2019 am Campus Duisburg behandelt. Dann richtet das neue Institut für Sozioökonomie an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen die diesjährige Tagung der Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW) inklusive eines Festivals for Pluralism aus.


Unter dem Motto “Grenzen überschreiten, Pluralismus wagen. Perspektiven sozioökonomischer Hochschullehre“ diskutieren Wissenschaftler*innen in einem internationalen Programm und adressieren dabei auch die Situation sozioökonomischer Bildung in der Schule. Am Donnerstag, den 21.02. wird ein internationaler Vergleich hierzu vorgenommen, am Freitag, den 22.02. wird die Lehrer*innenbildung fokussiert (siehe hier das vollständige Programm im Tagungs-Flyer).

Das Institut für Sozioökonomie und die GSÖBW lädt alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein.
Weitere Informationen zur Tagung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Forschungsergebnisse zu
politischen Argumentationen von
Schüler*innen

Dr. Dorothee Gronostay präsentiert Befunde bei IZfB-Ringvorlesung

Wie argumentieren Schüler*innen im Politikunterricht und welche Diskussionsformate sind fachlich lernförderlich? Zu diesen Fragestellungen forscht Dr. Dorothee Gronostay am Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.

Im Rahmen der Ringvorlesung des Interdisziplinären Zentrums für Bildungsforschung (IZfB) präsentierte sie am 4. Dezember 2018 Ergebnisse der Teilstudie 1 ihrer Videostudie „Argumentative Lehr-Lernprozesse“. Die Vortragsfolien können Sie hier einsehen.

Argumentieren erfüllt in Lehr-Lern-Prozessen unterschiedliche Funktionen. So ist es im Sinne von Argumentationskompetenz als kommunikative politische Handlungsfähigkeit Ziel an sich im politischen Fachunterricht. Ferner unterstützt es das fachliche Lernen durch Wissensgenerierung und Fundierung eines Urteils. Außerdem ist es eine soziale Sprachhandlung und damit Teil der mündlichen Unterrichtsbeteiligung.
Doch obwohl schon in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen (z.B. Schulz et al., 2010; Waterman, 2003; Torney-Purta et al., 2001) positive Zusammenhänge zwischen einem diskursiven Unterrichtsstil und politischem Fachwissen sowie demokratischen Einstellungen gezeigt werden konnten, bleibt die Frage offen, welche Dialogform in diesem Sinne besonders lernförderlich ist (also z.B. Diskussion, Streitgespräch, Verhandlung).

Ihrem Erkenntnisinteresse folgend hat die Fachdidaktikerin Gronostay in ihrer empirischen Videostudie sowohl die sequentielle Struktur der Schülerdiskussionen (z.B. beziehen sich die Argumente der Schüler*innen aufeinander?) als auch die Einflussfaktoren der Diskussionsbeteiligung (z.B. Persönlichkeitsmerkmale oder zugewiesene Diskussionspositionen) untersucht. Darüber hinaus entwickelte sie eine Unterrichtslektion, um zu überprüfen, ob und wie die Qualität des argumentativen Diskurses gefördert werden kann.

Mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit leistet sie damit einen Beitrag zur fachdidaktischen Grundlagenforschung und weiteren Theoriebildung. In interdisziplinärer Ausrichtung integriert ihre empirische Unterrichtsforschung dabei sowohl Erkenntnisse aus der Lehr-Lernpsychologie, der Politikwissenschaft sowie Politikdidaktik.
Ihr jüngster Artikel ist soeben in der Unterrichtswissenschaft – Zeitschrift für Lernforschung erschienen (für UDE-Angehörige und Bibliotheksmitglieder frei zugänglich), ihre Monographie erscheint im Frühjahr 2019.

Weitere Publikationen, Lehr-Lern-Materialien sowie Vorträge von Dorothee Gronostay finden Sie hier.

Start frei für Phase zwei

SoWi-Absolvent*innen starten in den
Vorbereitungsdienst

Absolventenfeier 2018Am 12. Oktober 2018 verabschiedete das Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) in einer feierlichen Zeremonie die neuen Absolventinnen und Absolventen in den Lehramts-Studiengängen.

Absolvent*innen 2018Hierunter waren natürlich auch wieder Kandidatinnen und Kandidaten des Fachs Sozialwissenschaften, z.B. Tanja Mahlke, Büsra Özgül, Jana Ahold, Lea Pißarreck, Sabine Menne, Noelle Bröcker, Ralf Ricken, Jörn Woudboer, Esra Esme, Anja Kipping, Nathalie Liebrecht, denen stellvertretend für die Fakultät Gesellschaftswissenschaften der Studiengangsbeauftragte Dr. Dennis Neumann sowie Laura Möllers von der CIVES! School of Civic Education ganz herzlich gratulierten.

Die meisten Absolvent*innen haben direkt in der ersten Novemberwoche ihren Vorbereitungsdienst begonnen. Sie sind gespannt auf die zweite Phase, freuen sich auf das volle Eintauchen in die Schul- und Unterrichtspraxis und die konkrete Arbeit mit ihren Schüler*innen. Andere gehen vor dem Referendariat noch einmal ins Ausland. Doch unabhängig der weiteren Berufsschritte – am Tag der Absolventenfeier wurde erst einmal der Studienabschluss mit Uni-Ausbilder*innen, Familie und Freunden gefeiert.

Wir sagen allen Absolventinnen und Absolventen „Herzlichen Glückwunsch zum Master of Education“ und wünschen ihnen für die zweite Ausbildungsphase an ZfsL und Schule viel Erfolg, Freude und alles Gute!

Bildnachweis:
Bild 1 – ZLB/UDE
Bild 2 – eigenes Bild CIVES/UDE

CIVES-Forum #6 erschienen

Klassensprecherwahlen in den Grundschulen NRW’s

Die 6. Ausgabe von CIVES-Forum richtet den Blick auf die Partizipationsmöglichkeiten von Grundschüler*innen. Welche Mitbestimmungsstrukturen sind in der Grundschule vorhanden und wie werden politisches Lernen und Demokratiebildung umgesetzt?

Dass bereits Kinder im Grundschulalter politische Ereignisse in der Welt wahrnehmen, politische Symbole (er)kennen und über erstes politisches Wissen verfügen, zeigen Forschungsergebnisse seit den 1970er Jahren. Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 stärkte die Grundrechte der jungen Minderjährigen – und damit auch das Recht auf Beteiligung an Entscheidungen, die sie betreffen.

Unterricht und Schule erscheinen als ideale Orte, um hieran anzuknüpfen und sowohl demokratische Mitbestimmung als auch politisches Lernen zu realisieren. Insbesondere das Konzept der Klassensprecherwahl wirkt vielversprechend – zum einen wird durch sie das Recht auf Teilhabe eingelöst, zum anderen bietet sie Anlass zum handlungsbezogenen Demokratielernen.

Gleichzeitig stellt sich hier die Frage nach der qualitativen Umsetzung: Handelt es sich um reine Pseudo-/Alibipartizipation von Grundschüler*innen oder können sie wirklich Einfluss auf sie betreffende Angelegenheiten nehmen? Und findet politisches Lernen statt?

In einer Online-Erhebung befragte Hendrik Everding hierzu 732 Grundschullehrkräfte in Nordrhein-Westfalen. Die Ergebnisse der deskriptiven Studie mitsamt einer theoretischen Einordnung sind in CIVES-Forum #6 veröffentlicht. Sowohl die differenzierte Ergebnis- als auch Methodendiskussion mit Blick auf das Forschungsdesign, bieten konstruktive Einblicke in eine studentische empirische Arbeit im Sinne des Forschenden Lernens.

Der Autor ist Absolvent der UDE und aktuell Referendar an einer Essener Grundschule.

An der UDE forscht das Institut für Sachunterricht zum Schwerpunkt Gesellschaftswissenschaften in der Grundschule. Das Graduiertenkolleg SUSe I – Übergänge Sachunterricht – Sekundarstufe I – untersucht die Herausforderungen des Übergangs des vielperspektivischen Sachunterrichts der Grundschule zu den Fachperspektiven der Sekundarstufe I. Als Teil des Kollegs widmet sich Matthias Sowinski vom Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften in seinem Forschungsprojekt aus professionstheoretischer Perspektive den diagnostischen Fähigkeiten von Lehramtsstudierenden.

Neuer Ausbildungsjahrgang
startet

Herzlich willkommen im Lehramt Sozial-
wissenschaften

Mit dem Startschuss für das neue Wintersemester 18/19 heißen wir auch herzlich unsere neuen Studierenden im Lehramt Sozialwissenschaften willkommen.

In der vergangenen Orientierungswoche 2018 wurde den Erstsemester*innen zum Einstieg in ihr Studium ein umfangreiches Informationsprogramm geboten.

Bei einer Einführungsvorlesung am 2. Oktober begrüßten Vertreter*innen der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften die Erstsemester. Dr. Dennis Neumann, Leiter des Studiengangbüros, erläuterte die wichtigsten Fakten für den Studienstart. Prof. Dr. Frank Kleemann, Direktor des Instituts für Soziologie, stellte die Kernfragen der Soziologie dar, gefolgt vom Geschäftsführer des Instituts für Politikwissenschaft Henrik Schillinger, der in die gleichnamige Teildisziplin einführte. Julian Becker vom Institut für Sozioökonomie machte neugierig auf grundlegende mikro- und makroökonomische Fragestellungen und Dennis Neumann erklärte in Vertretung der erkrankten Fachdidaktikerin Prof. Dr. Sabine Manzel, wie fachwissenschaftliche und fachdidaktische Studieninhalte ineinander greifen, um bestmöglich auf die spätere Schulpraxis vorzubereiten. Laura Möllers von der CIVES School of Civic Education stellte die ergänzenden Angebote der Fakultät zur weiteren Studienverbesserung vor.

In begleitenden Tutorien des Studiengangsbüros wurden alle Fragen rund um LSF-Belegfrist, Stunden- und Studienplanung sowie Anforderungen und Charakter der Lehrveranstaltungen beantwortet.

Der Fachschaftsrat der Fachschaft Lehramt Sozialwissenschaften hatte zudem ein vielfältiges Rahmenprogramm organisiert, um den Studienanfänger*innen ein herzliches – und auch köstliches – Willkommen zu bereiten.

So lud der Fachschaftsrat z.B. unter dem Motto „Pizza & Dozierende“ am Donnerstagabend, den 4.10., alle Erstsemester und Dozierende ein, sich in lockerer Atmosphäre bei leckerer Pizza persönlich kennen zu lernen.

Die Fakultät freut sich über die neuen Studierenden im Lehramt Sozialwissenschaften und wünscht allen Erstsemestern einen guten und erfolgreichen Studienstart!

Intensiv! Warum es sich auf jeden Fall lohnt

Ein studentischer Erfahrungsbericht zum Praxissemester im Sommersemester 2018

Früher als für die anderen Kommilitonen begann das neue Semester für manche Masterstudierenden bereits letzte Woche. Anstatt in der Universität lernen sie zudem im Winterhalbjahr in anderen Institutionen. Was steckt dahinter? Das Praxissemester. Vor dreieinhalb Jahren – im Februar 2015 – starteten die ersten Masterstudierenden an der UDE ins Praxissemester. Die Einführung dieser neuen Ausbildungseinheit stellt eine fundamentale Reform der Lehramtsausbildung in NRW dar. Bereits während des Studiums verbringen die Lehramtsstudierenden knapp ein halbes Jahr an Schule, sammeln unterrichtspraktische Erfahrungen und unternehmen schulpraktische Studien. Das Metaprinzip des „Forschenden Lernen“ sowie das Idealbild eines „reflective practicioner“ sollen bei der weiteren Professionalisierung der Ausbildung und des künftigen Lehrerberufs helfen. Dass seit der Einführung viele Aspekte des Praxissemesters intensiv und kontrovers diskutiert werden, verwundert angesichts der grundlegenden Veränderung nicht. Drei Lernorte – Universität, Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung, Schule – bilden schließlich gleichzeitig gemeinsam aus. Eine historisch neue Situation, die komplexe Kommunikation sowie Organisationslernen erfordert. Auch in den nächsten Jahren ist daher mit viel Bewegung im Praxissemester zu rechnen. Doch inmitten allen „Werdens“ sammeln bereits seit sieben Semestern viele Studierende wertvolle Erfahrungen. Wir haben Alexander Brefort, Masterstudent Lehramt HRSGe für die Fächer Sozialwissenschaften und Sport, gebeten, seine Eindrücke festzuhalten:

„Die Semesterferien waren zwar durch den Praxissemester-Start Mitte Februar quasi ausgefallen, aber für ein Schulhalbjahr hieß es jetzt hospitieren, Unterricht planen, selber unterrichten, sowie all das zu erkunden, was den Lehrerberuf sonst noch ausmacht – ich freute mich. Nach vielen theoriebezogenen Vorlesungen, Seminaren und Hausarbeiten galt es für mich im Praxissemester (PXS) endlich aktive Erfahrungen im Unterricht und im vielfältigen Handlungsfeld Schule zu sammeln.

Mein Praxissemester begann mit zwei Einführungstagen am Zentrum für Lehrerbildung (ZfsL) in Kleve. In der Schule ging es in den ersten Wochen zunächst um Unterrichtshospitationen und das Kennenlernen der Schüler/-innen und der Schule. Doch schnell danach erfüllte sich meine Erwartung, eigenen Unterricht durchzuführen und mich in der Lehrerrolle zu erproben. Ich durfte in verschiedenen Jahrgangsstufen erste Unterrichtsversuche durchführen, was ich als besonders interessant empfand. Dadurch, dass wir in den Seminaren an der Uni und am ZfsL schrittweise auf diese Situation vorbereitet worden waren, fühlte ich mich gut gewappnet und war positiv motiviert.

Während des Unterrichts war ich nie allein, sondern der jeweilige Fachlehrer war immer mit im Klassenzimmer. Anschließend besprachen wir die Unterrichtsstunden und ich bekam wertvolle Rückmeldungen sowie Tipps, was ich in Zukunft verbessern kann.
Wie wichtig die sorgfältige Unterrichtsplanung ist, konnte ich zudem bei den Unterrichtsbesuchen bei mir selbst oder denen der Referendare erleben. Hier erfuhr ich, worauf (auch später im Referendariat) geachtet wird. Die anschließenden Reflexionen der Fachleitungen schärften meinen Blick auf den Unterricht und ich bekam auch hier ein differenziertes Feedback zu meinem Lehrerhandeln. Das positive Feedback hat mich dabei besonders gefreut.

Das Zusammenspiel aus eigenen Unterrichtserfahrungen, Gesprächen mit erfahrenen Lehrer/-innen und gleichzeitig die theoriebezogene Reflexion über die unterrichtliche Praxis in den Begleitseminaren, stellt für mich den Mehrwert des Praxissemesters dar. Ich konnte die Bedeutung der engen Verknüpfung von Praxis und Theorie selbst erfahren, indem ich Beispiele aus der praktischen unterrichtlichen Tätigkeit mit theoretischen Konzepten verbinden konnte. Dadurch hatte ich das Gefühl, mich weiter zu entwickeln.

Mir wurde im PXS auch klar, welche Aufgaben noch zum Lehrerberuf dazugehören. Neben den vor allem unterrichtlichen und erzieherischen Tätigkeiten gehören auch Verwaltungs- und Organisationsarbeiten dazu, was mir vorher in diesem Umfang nicht bewusst war. Ich habe mich in diesem Konstrukt der vielfältigen Tätigkeiten sehr wohl gefühlt und der tägliche Kontakt mit den Schüler/-innen im und außerhalb des Unterrichts hat mir besonderen Spaß gemacht.

Natürlich war das Praxissemester an manchen Stellen anstrengend und man hat viele Termine der drei Institutionen (Schule, Universität und ZfsL) selbstständig zu koordinieren. Aber insgesamt betrachtet, habe ich im Praxissemester nur hilfreiche und gute Erfahrungen gesammelt, die mich in meinem Berufswunsch des Lehrers bestärkt haben. Die kommende Zeit an der Universität möchte ich dazu nutzen, meine gesammelten praktischen Erfahrungen in der Schule weiter zu reflektieren, um mich so gezielt auf das Referendariat vorzubereiten.“

von Alexander Brefort

Weitere Informationen zum Praxissemester an der UDE im Fach Sozialwissenschaften finden Sie hier auf unserer Website unter MASTER OF EDUCATION > Praxissemester

Einladung zum SoWi-Alumni-Abend

Treffen am 21.09.18 am Campus Essen

Für alle Absolvent*innen des Lehramts Sozialwissenschaften an der UDE sowie aktuelle Masterstudierende organisiert die CIVES School am Freitagabend, den 21. September einen kleinen Alumni-Abend.

Ob gerade im Referendariat, schon mitten im Schuldienst oder kurz vor Studienabschluss – im geschäftigen Alltag fehlt manchmal die Zeit zum Austausch.

Wer den Kontakt zur Uni halten möchte und Lust hat, ehemalige Kommilitonen wieder zu sehen, der und die sei herzlich eingeladen, dabei zu sein!

Wir würden uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen freuen.

Für die Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung bei Laura Möllers erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Anmeldeschluss ist der 10.09.18.

Call for Papers: Perspektiven
sozioökonomischer Hochschullehre

3. Jahrestagung der Gesellschaft für
sozioökonomische Bildung und Wissenschaft

Am 21. und 22. Februar 2019 findet zum Thema “Grenzen überschreiten, Pluralismus wagen. Perspektiven sozioökonomischer Hochschullehre“ die diesjährige Tagung der Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft am Institut für Sozioökonomie der Universität Duisburg-Essen statt.

Vor dem Hintergrund interdisziplinärer Entwicklungen in der ökonomischen Hochschullehre stellt die Tagung das Verhältnis von Pluraler Ökonomik und Sozioökonomie in den Vordergrund. Dabei gilt es auszuloten, worin Gemeinsamkeiten und Differenzen bestehen, um über den (Un-)Sinn disziplinärer Grenzen und fachspezifischer Denkweisen zu reflektieren und sich Konzeptionen pluraler wie sozioökonomischer Lehre zu widmen.

Das internationale, englischsprachige Programm wird von Ha-Joon Chang (Universität Cambridge) eröffnet. Es folgen Plenary Sessions, u. a. mit Lucio Baccaro (Direktor des MPIfG, Köln), Lisa Herzog (Professorin für Political Philosophy and Theory, HfP München) und Jakob Kapeller (Vorstand des ICAE Linz).

In diesem Kontext wird auch die schulische sozioökonomische Bildung diskutiert. Hierbei wird eine international vergleichende Perspektive eingenommen: Wie verläuft die Lehrer*innenausbildung für die sozialwissenschaftlichen Schulfächer? Was können fachwissenschaftliche Studiengänge von interdisziplinären Traditionen im Bereich der Lehrer*innenausbildung lernen? Welchen Einfluss hat hier die internationale Pluralismusdebatte? Welche neuen Lehrmedien und –praktiken werden in diesem Zusammenhang benötigt? Zu Gast sind Igor Martinache (Universität Lille), Jacek Brant (University College London), Anke Uhlenwinkel (Universität Klagenfurt) und Birgit Weber (Universität Köln). Die Moderation übernimmt Reinhold Hedtke (Universität Bielefeld).

Weitere Informationen zur Tagung und dem Call for Papers finden Sie hier.

Polit-Serien im Fachunterricht

Reflektion und empirische Befunde in neuem Sammelband

Fernsehserien, die Politik zum Gegenstand haben, erfreuen sich großer Beliebtheit und erreichen viele Zuschauer*innen. Im neuen Sammelband „Politik in Fernsehserien – Analysen und Fallstudien zu House of Cards, Borgen & Co.“ beleuchtet Dr. Niko Switek, Politikwissenschaftler an der NRW School of Governance, mit seinem Autorenteam wie Politik für Unterhaltungszwecke aufgearbeitet wird sowie welche Bilder und Wechselwirkungen mit Popkultur und realer Politik entstehen. Neben allgemeinen theoretischen Analysen werden einzelne Serien in Fallstudien näher in den Blick genommen.

Sabine Manzel, Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der UDE, fokussiert in ihrem Beitrag das Potenzial von Polit-Serien für die politische Bildung. Lässt sich das Interesse und der rege Serienkonsum von Jugendlichen für den Aufbau von politischen Kompetenzen zunutze machen? Dieser Frage geht der Artikel „Polit-Serien im Fachunterricht“ nach, der den Medieneinsatz im sozialwissenschaftlichen Fachunterricht theoretisch sowie anhand empirischer Befunde aus Schüler*innen- und Lehrer*innen-Perspektive untersucht.

Der Artikel von Sabine Manzel (S. 373-391) sowie der gesamte Sammelband sind im Transcript Verlag erschienen und stehen mittels Open Access als frei zugängliches eBook zur Verfügung.

Am 18. Juli interviewte die Süddeutsche Zeitung den Herausgeber Niko Switek zum Buch.

Jugend und Politik

Sabine Manzel im Interview mit Landtag Intern

Vom 28. bis 30. Juni findet der neunte Jugend-Landtag in Nordrhein-Westfalen statt. Knapp 200 Jugendliche übernehmen dann die Rollen von Abgeordneten und diskutieren anstelle ihrer die Themen „Pflichtfach Informatik“ und „Verbilligtes Ticket für Azubis/Soziales Jahr“ im Plenarsaal sowie in Fraktions- und Ausschusssitzungen.

Landtag-Intern_18/6Kann eine solche Simulation das politische Interesse von Jugendlichen fördern?

Dies fragte Thomas Becker von der Parlamentszeitschrift Landtag Intern Prof. Dr. Sabine Manzel, Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen, in einem Interview.

 
 
Prof. Dr. Sabine ManzelSabine Manzel befürwortet darin handlungsorientierte Methoden und lebensweltliche Zugänge in Kombination mit Wissensvermittlung und Reflexion im Fachunterricht sowie die Begegnung mit dem Politischen an außerschulischen (Lern)Orten.

Das ganze Interview können Sie hier nachlesen (Landtag Intern 6/2018).
 

Jahrestagung der GPJE

Gesellschaftswissenschaftliche Fächer –
integrativ oder separat unterrichten?

Forderungen nach neuen Schulfächern werden regelmäßig geäußert, ob Ernährungskunde, Glück oder Programmieren. Auch bei den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern wird seit langem diskutiert, welcher Fächerzuschnitt optimal ist.

In NRW gibt es z.B. für die verschiedenen Schulformen unterschiedliche Fächervarianten – während im Fach Gesellschaftslehre in der Haupt- und Gesamtschule die Fächer Politik, Erdkunde und Geschichte gemeinsam unterrichtet werden, liegt der Fokus in der Realschule auf Politik, im Gymnasium auf Politik/Wirtschaft.

Wie viele und welche Perspektiven sind wichtig für die politische/gesellschaftswissenschaftliche/sozialwissenschaftliche Bildung?

Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigte sich aktuell die Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) bei ihrer 19. Jahrestagung, die vom 14. bis 16. Juni an der Universität Mainz stattfand.

Unter dem Thema „Gesellschaft im Wandel – Neue Aufgaben für die politische Bildung und ihre Didaktik!?“ diskutierten die Politikdidaktiker*innen die Herausforderungen und Grenzen integrativer gesellschaftswissenschaftlicher Bildung sowie ihre gesellschaftstheoretische Begründung.

Bei einer Podiumsdiskussion, an der auch Prof. Dr. Sabine Manzel teilnahm, wurden das Verhältnis der gesellschaftswissenschaftlichen Fachdidaktiken zueinander, bestehende didaktische Ansätze integrativen Fachunterrichts sowie konkrete Vorschläge für einen (neuen) Fächerzuschnitt erörtert. Die Frage, welche Implikationen eine Veränderung des Fächerzuschnitts für die Lehrer*innen-Ausbildung beinhalten würde, fand dabei ebenfalls Berücksichtigung.

Prof. Dr. Sabine Manzel argumentierte für eine integrative politische Bildung mit den Bezugsdisziplinen Soziologie, Politikwissenschaft und Ökonomie, bei der die Integration durchgängig gestaltet ist und nicht additiv. Sie plädierte für die Identifikation von Kernelementen aller drei Bezugsdisziplinen: immer mit dem Blick auf die Kompetenzen der Schüler*innen, die sie nach der Schule erworben haben sollten, um die Demokratie verstehen und aktiv gestalten zu können. Prof. Dr. Inga Gryl vom Institut für Sachunterricht an der UDE legte den Sachunterricht als Vorbild für einen gesellschaftswissenschaftlichen Fächerzuschnitt nahe, gab allerdings auch zu Bedenken, dass eine Tiefe der Themenbehandlung angesichts der vielen Disziplinen eine Herausforderung sei. Diese Warnung gab auch Prof. Dr. Christoph Kühberger aus den österreichischen Erfahrungen. Prof. i. R. Dr. Joachim Detjen sprach sich gegen eine (weitere) Integration sozialwissenschaftlicher Bildung aus, da die Herausforderungen zu immens seien (insbesondere in Bezug auf die Lehrkräfte-Ausbildung), als dass man ihnen adäquat begegnen könne. Prof. Dr. Tilman Grammes schlug ein Stufenmodell vor, bei dem es je nach Schulstufe einen Mix aus Fächerkooperationen und Schwerpunkten in je einem gesellschaftlichen Fach geben könne. Prof. Dr. Tatiana Zimenkova forderte den Baustein der Wissenschaftstheorie ein, um die Logiken der einzelnen Fächer zu verstehen, was Basis für einen gelingenden Kombinationsfächerunterricht sei.

In der Vortragsreihe IV der Tagung stellte Dorothee Gronostay unter dem Titel „Dafür argumentieren, obwohl ich selbst dagegen bin? Einflussfaktoren der Diskussionsbeteiligung und Urteilsänderung im Politikunterricht“ Ergebnisse einer Videostudie vor, die verdeutlichen, wie wirkmächtig zugewiesene Rollen und Diskussions positionen bei kontroversen Unterrichtsdiskussionen sind. Ihre Veröffentlichungen finden Sie hier.

Populismus und Politische Bildung

Neuer Sammelband erschienen

Der Anteil populistischer Regierungen in Europa wächst – mit Italiens Kabinett betritt nun eine Koalition aus zwei verschiedenen populistischen Richtungen die politische Bühne. Und auch in Deutschland nimmt die Zustimmung zur populistischen Partei „Alternative für Deutschland“ zu. Anfang Mai erreichte sie im ARD-Deutschlandtrend 15 Prozentpunkte. Der Populismus scheint derzeit auf Erfolgskurs.

Doch worum handelt es sich bei diesem Phänomen genau? Wo verläuft die Grenze zum Extremismus? Und wo und wie kann dem Populismus – auch im Klassenzimmer – begegnet werden?

Diese Fragen wurden vor einem Jahr bei der GPJE-Jahrestagung „Unsere herausgeforderte Demokratie – Politische Bildung in Zeiten des Populismus“ an der Universität Duisburg-Essen diskutiert. Jetzt ist der dazugehörige Sammelband erschienen.

Sabine Manzel und Laura Möllers versammeln hierin über 30 Autor*innen aus den Sozialwissenschaften und der Politikdidaktik, die das Verhältnis von Populismus und Politischer Bildung gemeinsam ausloten.

Der Sammelband enthält politikwissenschaftliche Analysen, politikdidaktische Empfehlungen und pädagogische Reflexionen. Er richtet sich an Forscher*innen und Praktiker*innen zugleich und verschafft einen Überblick über aktuelle Diskussionslinien.

Das Buch erscheint in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) des Wochenschau Verlags und ist ab dem 20. Juni erhältlich.