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Neuer Ausbildungsjahrgang
startet

Herzlich willkommen im Lehramt Sozial-
wissenschaften

Mit dem Startschuss für das neue Wintersemester 18/19 heißen wir auch herzlich unsere neuen Studierenden im Lehramt Sozialwissenschaften willkommen.

In der vergangenen Orientierungswoche 2018 wurde den Erstsemester*innen zum Einstieg in ihr Studium ein umfangreiches Informationsprogramm geboten.

Bei einer Einführungsvorlesung am 2. Oktober begrüßten Vertreter*innen der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften die Erstsemester. Dr. Dennis Neumann, Leiter des Studiengangbüros, erläuterte die wichtigsten Fakten für den Studienstart. Prof. Dr. Frank Kleemann, Direktor des Instituts für Soziologie, stellte die Kernfragen der Soziologie dar, gefolgt vom Geschäftsführer des Instituts für Politikwissenschaft Henrik Schillinger, der in die gleichnamige Teildisziplin einführte. Julian Becker vom Institut für Sozioökonomie machte neugierig auf grundlegende mikro- und makroökonomische Fragestellungen und Dennis Neumann erklärte in Vertretung der erkrankten Fachdidaktikerin Prof. Dr. Sabine Manzel, wie fachwissenschaftliche und fachdidaktische Studieninhalte ineinander greifen, um bestmöglich auf die spätere Schulpraxis vorzubereiten. Laura Möllers von der CIVES School of Civic Education stellte die ergänzenden Angebote der Fakultät zur weiteren Studienverbesserung vor.

In begleitenden Tutorien des Studiengangsbüros wurden alle Fragen rund um LSF-Belegfrist, Stunden- und Studienplanung sowie Anforderungen und Charakter der Lehrveranstaltungen beantwortet.

Der Fachschaftsrat der Fachschaft Lehramt Sozialwissenschaften hatte zudem ein vielfältiges Rahmenprogramm organisiert, um den Studienanfänger*innen ein herzliches – und auch köstliches – Willkommen zu bereiten.

So lud der Fachschaftsrat z.B. unter dem Motto „Pizza & Dozierende“ am Donnerstagabend, den 4.10., alle Erstsemester und Dozierende ein, sich in lockerer Atmosphäre bei leckerer Pizza persönlich kennen zu lernen.

Die Fakultät freut sich über die neuen Studierenden im Lehramt Sozialwissenschaften und wünscht allen Erstsemestern einen guten und erfolgreichen Studienstart!

Intensiv! Warum es sich auf jeden Fall lohnt

Ein studentischer Erfahrungsbericht zum Praxissemester im Sommersemester 2018

Früher als für die anderen Kommilitonen begann das neue Semester für manche Masterstudierenden bereits letzte Woche. Anstatt in der Universität lernen sie zudem im Winterhalbjahr in anderen Institutionen. Was steckt dahinter? Das Praxissemester. Vor dreieinhalb Jahren – im Februar 2015 – starteten die ersten Masterstudierenden an der UDE ins Praxissemester. Die Einführung dieser neuen Ausbildungseinheit stellt eine fundamentale Reform der Lehramtsausbildung in NRW dar. Bereits während des Studiums verbringen die Lehramtsstudierenden knapp ein halbes Jahr an Schule, sammeln unterrichtspraktische Erfahrungen und unternehmen schulpraktische Studien. Das Metaprinzip des „Forschenden Lernen“ sowie das Idealbild eines „reflective practicioner“ sollen bei der weiteren Professionalisierung der Ausbildung und des künftigen Lehrerberufs helfen. Dass seit der Einführung viele Aspekte des Praxissemesters intensiv und kontrovers diskutiert werden, verwundert angesichts der grundlegenden Veränderung nicht. Drei Lernorte – Universität, Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung, Schule – bilden schließlich gleichzeitig gemeinsam aus. Eine historisch neue Situation, die komplexe Kommunikation sowie Organisationslernen erfordert. Auch in den nächsten Jahren ist daher mit viel Bewegung im Praxissemester zu rechnen. Doch inmitten allen „Werdens“ sammeln bereits seit sieben Semestern viele Studierende wertvolle Erfahrungen. Wir haben Alexander Brefort, Masterstudent Lehramt HRSGe für die Fächer Sozialwissenschaften und Sport, gebeten, seine Eindrücke festzuhalten:

„Die Semesterferien waren zwar durch den Praxissemester-Start Mitte Februar quasi ausgefallen, aber für ein Schulhalbjahr hieß es jetzt hospitieren, Unterricht planen, selber unterrichten, sowie all das zu erkunden, was den Lehrerberuf sonst noch ausmacht – ich freute mich. Nach vielen theoriebezogenen Vorlesungen, Seminaren und Hausarbeiten galt es für mich im Praxissemester (PXS) endlich aktive Erfahrungen im Unterricht und im vielfältigen Handlungsfeld Schule zu sammeln.

Mein Praxissemester begann mit zwei Einführungstagen am Zentrum für Lehrerbildung (ZfsL) in Kleve. In der Schule ging es in den ersten Wochen zunächst um Unterrichtshospitationen und das Kennenlernen der Schüler/-innen und der Schule. Doch schnell danach erfüllte sich meine Erwartung, eigenen Unterricht durchzuführen und mich in der Lehrerrolle zu erproben. Ich durfte in verschiedenen Jahrgangsstufen erste Unterrichtsversuche durchführen, was ich als besonders interessant empfand. Dadurch, dass wir in den Seminaren an der Uni und am ZfsL schrittweise auf diese Situation vorbereitet worden waren, fühlte ich mich gut gewappnet und war positiv motiviert.

Während des Unterrichts war ich nie allein, sondern der jeweilige Fachlehrer war immer mit im Klassenzimmer. Anschließend besprachen wir die Unterrichtsstunden und ich bekam wertvolle Rückmeldungen sowie Tipps, was ich in Zukunft verbessern kann.
Wie wichtig die sorgfältige Unterrichtsplanung ist, konnte ich zudem bei den Unterrichtsbesuchen bei mir selbst oder denen der Referendare erleben. Hier erfuhr ich, worauf (auch später im Referendariat) geachtet wird. Die anschließenden Reflexionen der Fachleitungen schärften meinen Blick auf den Unterricht und ich bekam auch hier ein differenziertes Feedback zu meinem Lehrerhandeln. Das positive Feedback hat mich dabei besonders gefreut.

Das Zusammenspiel aus eigenen Unterrichtserfahrungen, Gesprächen mit erfahrenen Lehrer/-innen und gleichzeitig die theoriebezogene Reflexion über die unterrichtliche Praxis in den Begleitseminaren, stellt für mich den Mehrwert des Praxissemesters dar. Ich konnte die Bedeutung der engen Verknüpfung von Praxis und Theorie selbst erfahren, indem ich Beispiele aus der praktischen unterrichtlichen Tätigkeit mit theoretischen Konzepten verbinden konnte. Dadurch hatte ich das Gefühl, mich weiter zu entwickeln.

Mir wurde im PXS auch klar, welche Aufgaben noch zum Lehrerberuf dazugehören. Neben den vor allem unterrichtlichen und erzieherischen Tätigkeiten gehören auch Verwaltungs- und Organisationsarbeiten dazu, was mir vorher in diesem Umfang nicht bewusst war. Ich habe mich in diesem Konstrukt der vielfältigen Tätigkeiten sehr wohl gefühlt und der tägliche Kontakt mit den Schüler/-innen im und außerhalb des Unterrichts hat mir besonderen Spaß gemacht.

Natürlich war das Praxissemester an manchen Stellen anstrengend und man hat viele Termine der drei Institutionen (Schule, Universität und ZfsL) selbstständig zu koordinieren. Aber insgesamt betrachtet, habe ich im Praxissemester nur hilfreiche und gute Erfahrungen gesammelt, die mich in meinem Berufswunsch des Lehrers bestärkt haben. Die kommende Zeit an der Universität möchte ich dazu nutzen, meine gesammelten praktischen Erfahrungen in der Schule weiter zu reflektieren, um mich so gezielt auf das Referendariat vorzubereiten.“

von Alexander Brefort

Weitere Informationen zum Praxissemester an der UDE im Fach Sozialwissenschaften finden Sie hier auf unserer Website unter MASTER OF EDUCATION > Praxissemester

Einladung zum SoWi-Alumni-Abend

Treffen am 21.09.18 am Campus Essen

Für alle Absolvent*innen des Lehramts Sozialwissenschaften an der UDE sowie aktuelle Masterstudierende organisiert die CIVES School am Freitagabend, den 21. September einen kleinen Alumni-Abend.

Ob gerade im Referendariat, schon mitten im Schuldienst oder kurz vor Studienabschluss – im geschäftigen Alltag fehlt manchmal die Zeit zum Austausch.

Wer den Kontakt zur Uni halten möchte und Lust hat, ehemalige Kommilitonen wieder zu sehen, der und die sei herzlich eingeladen, dabei zu sein!

Wir würden uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen freuen.

Für die Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung bei Laura Möllers erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Anmeldeschluss ist der 10.09.18.

Call for Papers: Perspektiven
sozioökonomischer Hochschullehre

3. Jahrestagung der Gesellschaft für
sozioökonomische Bildung und Wissenschaft

Am 21. und 22. Februar 2019 findet zum Thema “Grenzen überschreiten, Pluralismus wagen. Perspektiven sozioökonomischer Hochschullehre“ die diesjährige Tagung der Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft am Institut für Sozioökonomie der Universität Duisburg-Essen statt.

Vor dem Hintergrund interdisziplinärer Entwicklungen in der ökonomischen Hochschullehre stellt die Tagung das Verhältnis von Pluraler Ökonomik und Sozioökonomie in den Vordergrund. Dabei gilt es auszuloten, worin Gemeinsamkeiten und Differenzen bestehen, um über den (Un-)Sinn disziplinärer Grenzen und fachspezifischer Denkweisen zu reflektieren und sich Konzeptionen pluraler wie sozioökonomischer Lehre zu widmen.

Das internationale, englischsprachige Programm wird von Ha-Joon Chang (Universität Cambridge) eröffnet. Es folgen Plenary Sessions, u. a. mit Lucio Baccaro (Direktor des MPIfG, Köln), Lisa Herzog (Professorin für Political Philosophy and Theory, HfP München) und Jakob Kapeller (Vorstand des ICAE Linz).

In diesem Kontext wird auch die schulische sozioökonomische Bildung diskutiert. Hierbei wird eine international vergleichende Perspektive eingenommen: Wie verläuft die Lehrer*innenausbildung für die sozialwissenschaftlichen Schulfächer? Was können fachwissenschaftliche Studiengänge von interdisziplinären Traditionen im Bereich der Lehrer*innenausbildung lernen? Welchen Einfluss hat hier die internationale Pluralismusdebatte? Welche neuen Lehrmedien und –praktiken werden in diesem Zusammenhang benötigt? Zu Gast sind Igor Martinache (Universität Lille), Jacek Brant (University College London), Anke Uhlenwinkel (Universität Klagenfurt) und Birgit Weber (Universität Köln). Die Moderation übernimmt Reinhold Hedtke (Universität Bielefeld).

Weitere Informationen zur Tagung und dem Call for Papers finden Sie hier.

Polit-Serien im Fachunterricht

Reflektion und empirische Befunde in neuem Sammelband

Fernsehserien, die Politik zum Gegenstand haben, erfreuen sich großer Beliebtheit und erreichen viele Zuschauer*innen. Im neuen Sammelband „Politik in Fernsehserien – Analysen und Fallstudien zu House of Cards, Borgen & Co.“ beleuchtet Dr. Niko Switek, Politikwissenschaftler an der NRW School of Governance, mit seinem Autorenteam wie Politik für Unterhaltungszwecke aufgearbeitet wird sowie welche Bilder und Wechselwirkungen mit Popkultur und realer Politik entstehen. Neben allgemeinen theoretischen Analysen werden einzelne Serien in Fallstudien näher in den Blick genommen.

Sabine Manzel, Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der UDE, fokussiert in ihrem Beitrag das Potenzial von Polit-Serien für die politische Bildung. Lässt sich das Interesse und der rege Serienkonsum von Jugendlichen für den Aufbau von politischen Kompetenzen zunutze machen? Dieser Frage geht der Artikel „Polit-Serien im Fachunterricht“ nach, der den Medieneinsatz im sozialwissenschaftlichen Fachunterricht theoretisch sowie anhand empirischer Befunde aus Schüler*innen- und Lehrer*innen-Perspektive untersucht.

Der Artikel von Sabine Manzel (S. 373-391) sowie der gesamte Sammelband sind im Transcript Verlag erschienen und stehen mittels Open Access als frei zugängliches eBook zur Verfügung.

Am 18. Juli interviewte die Süddeutsche Zeitung den Herausgeber Niko Switek zum Buch.

Jugend und Politik

Sabine Manzel im Interview mit Landtag Intern

Vom 28. bis 30. Juni findet der neunte Jugend-Landtag in Nordrhein-Westfalen statt. Knapp 200 Jugendliche übernehmen dann die Rollen von Abgeordneten und diskutieren anstelle ihrer die Themen „Pflichtfach Informatik“ und „Verbilligtes Ticket für Azubis/Soziales Jahr“ im Plenarsaal sowie in Fraktions- und Ausschusssitzungen.

Landtag-Intern_18/6Kann eine solche Simulation das politische Interesse von Jugendlichen fördern?

Dies fragte Thomas Becker von der Parlamentszeitschrift Landtag Intern Prof. Dr. Sabine Manzel, Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen, in einem Interview.

 
 
Prof. Dr. Sabine ManzelSabine Manzel befürwortet darin handlungsorientierte Methoden und lebensweltliche Zugänge in Kombination mit Wissensvermittlung und Reflexion im Fachunterricht sowie die Begegnung mit dem Politischen an außerschulischen (Lern)Orten.

Das ganze Interview können Sie hier nachlesen (Landtag Intern 6/2018).
 

Jahrestagung der GPJE

Gesellschaftswissenschaftliche Fächer –
integrativ oder separat unterrichten?

Forderungen nach neuen Schulfächern werden regelmäßig geäußert, ob Ernährungskunde, Glück oder Programmieren. Auch bei den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern wird seit langem diskutiert, welcher Fächerzuschnitt optimal ist.

In NRW gibt es z.B. für die verschiedenen Schulformen unterschiedliche Fächervarianten – während im Fach Gesellschaftslehre in der Haupt- und Gesamtschule die Fächer Politik, Erdkunde und Geschichte gemeinsam unterrichtet werden, liegt der Fokus in der Realschule auf Politik, im Gymnasium auf Politik/Wirtschaft.

Wie viele und welche Perspektiven sind wichtig für die politische/gesellschaftswissenschaftliche/sozialwissenschaftliche Bildung?

Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigte sich aktuell die Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) bei ihrer 19. Jahrestagung, die vom 14. bis 16. Juni an der Universität Mainz stattfand.

Unter dem Thema „Gesellschaft im Wandel – Neue Aufgaben für die politische Bildung und ihre Didaktik!?“ diskutierten die Politikdidaktiker*innen die Herausforderungen und Grenzen integrativer gesellschaftswissenschaftlicher Bildung sowie ihre gesellschaftstheoretische Begründung.

Bei einer Podiumsdiskussion, an der auch Prof. Dr. Sabine Manzel teilnahm, wurden das Verhältnis der gesellschaftswissenschaftlichen Fachdidaktiken zueinander, bestehende didaktische Ansätze integrativen Fachunterrichts sowie konkrete Vorschläge für einen (neuen) Fächerzuschnitt erörtert. Die Frage, welche Implikationen eine Veränderung des Fächerzuschnitts für die Lehrer*innen-Ausbildung beinhalten würde, fand dabei ebenfalls Berücksichtigung.

Prof. Dr. Sabine Manzel argumentierte für eine integrative politische Bildung mit den Bezugsdisziplinen Soziologie, Politikwissenschaft und Ökonomie, bei der die Integration durchgängig gestaltet ist und nicht additiv. Sie plädierte für die Identifikation von Kernelementen aller drei Bezugsdisziplinen: immer mit dem Blick auf die Kompetenzen der Schüler*innen, die sie nach der Schule erworben haben sollten, um die Demokratie verstehen und aktiv gestalten zu können. Prof. Dr. Inga Gryl vom Institut für Sachunterricht an der UDE legte den Sachunterricht als Vorbild für einen gesellschaftswissenschaftlichen Fächerzuschnitt nahe, gab allerdings auch zu Bedenken, dass eine Tiefe der Themenbehandlung angesichts der vielen Disziplinen eine Herausforderung sei. Diese Warnung gab auch Prof. Dr. Christoph Kühberger aus den österreichischen Erfahrungen. Prof. i. R. Dr. Joachim Detjen sprach sich gegen eine (weitere) Integration sozialwissenschaftlicher Bildung aus, da die Herausforderungen zu immens seien (insbesondere in Bezug auf die Lehrkräfte-Ausbildung), als dass man ihnen adäquat begegnen könne. Prof. Dr. Tilman Grammes schlug ein Stufenmodell vor, bei dem es je nach Schulstufe einen Mix aus Fächerkooperationen und Schwerpunkten in je einem gesellschaftlichen Fach geben könne. Prof. Dr. Tatiana Zimenkova forderte den Baustein der Wissenschaftstheorie ein, um die Logiken der einzelnen Fächer zu verstehen, was Basis für einen gelingenden Kombinationsfächerunterricht sei.

In der Vortragsreihe IV der Tagung stellte Dorothee Gronostay unter dem Titel „Dafür argumentieren, obwohl ich selbst dagegen bin? Einflussfaktoren der Diskussionsbeteiligung und Urteilsänderung im Politikunterricht“ Ergebnisse einer Videostudie vor, die verdeutlichen, wie wirkmächtig zugewiesene Rollen und Diskussions positionen bei kontroversen Unterrichtsdiskussionen sind. Ihre Veröffentlichungen finden Sie hier.

Populismus und Politische Bildung

Neuer Sammelband erschienen

Der Anteil populistischer Regierungen in Europa wächst – mit Italiens Kabinett betritt nun eine Koalition aus zwei verschiedenen populistischen Richtungen die politische Bühne. Und auch in Deutschland nimmt die Zustimmung zur populistischen Partei „Alternative für Deutschland“ zu. Anfang Mai erreichte sie im ARD-Deutschlandtrend 15 Prozentpunkte. Der Populismus scheint derzeit auf Erfolgskurs.

Doch worum handelt es sich bei diesem Phänomen genau? Wo verläuft die Grenze zum Extremismus? Und wo und wie kann dem Populismus – auch im Klassenzimmer – begegnet werden?

Diese Fragen wurden vor einem Jahr bei der GPJE-Jahrestagung „Unsere herausgeforderte Demokratie – Politische Bildung in Zeiten des Populismus“ an der Universität Duisburg-Essen diskutiert. Jetzt ist der dazugehörige Sammelband erschienen.

Sabine Manzel und Laura Möllers versammeln hierin über 30 Autor*innen aus den Sozialwissenschaften und der Politikdidaktik, die das Verhältnis von Populismus und Politischer Bildung gemeinsam ausloten.

Der Sammelband enthält politikwissenschaftliche Analysen, politikdidaktische Empfehlungen und pädagogische Reflexionen. Er richtet sich an Forscher*innen und Praktiker*innen zugleich und verschafft einen Überblick über aktuelle Diskussionslinien.

Das Buch erscheint in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) des Wochenschau Verlags und ist ab dem 20. Juni erhältlich.

Neue Datenschutzverordnung

Ab dem 25. Mai 2018 gilt die neue Datenschutzgrundverordnung
(DGSVO) der EU. In diesem Zusammenhang möchten wir die Nutzerinnen und Nutzer der CIVES-Webseite auf unsere Datenschutzerklärung hinweisen.

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Sollten Sie darüber hinaus noch weiterführende Fragen zur Verarbeitung, Nutzung oder Speicherung Ihrer Daten haben können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

Impressionen von der ICCS-Tagung

Austausch in verschiedenen Formaten

Am 20. April diskutierten über 70 Bildungswissenschaftler*innen, Politikdidaktiker*innen, Lehrer*innen, Vertreter*innen der Bildungssteuerung und weitere Interessierte die Ergebnisse der ICCS-Studie 2016.

Prof. Dr. AbsIn verschiedenen Formaten beleuchteten die Teilnehmenden die Studie aus unterschiedlichen Perspektiven. Nach zwei Auftakt-Keynotes (Ergebnispräsentation durch den wissenschaftlichen Leiter der deutschen Teilstudie Prof. Dr. Hermann Josef Abs, Universität Duisburg-Essen, sowie eine Kommentierung aus politikwissenschaftlicher Perspektive durch Prof. Dr. Jan W. van Deth, Universität Mannheim) wurde in vier Workshops lebendig und kontrovers weiterdiskutiert.
Thematisch wurden hier das politische Wissen, die Partizipationsbereitschaft, die Identität sowie die institutionenbezogenen Einstellungen der untersuchten Jugendlichen fokussiert.

Die Relevanz von komplexen large scale-Daten zum politischen Mindset von Jugendlichen im internationalen Vergleich wurde konsensuell befürwortet. Je nach Perspektive der eigenen Wissenschaftsdisziplin wurden einzelne methodische und inhaltliche Umsetzungen kritisch beleuchtet. International vergleichende Schulleistungsstudien wie ICCS haben das Ziel, Diagnosewissen zu Schülerkohorten und Bildungssystemen zu liefern. Wie der Weg von der wissenschaftlichen Diagnose bis zur schulpraktischen Umsetzung gestaltet werden kann, und welche bildungspolitischen Steuerungsprozesse angestoßen werden müssen, wurde ebenfalls produktiv diskutiert. Gerade hier lohnt sich ein vertiefter Dialog, weshalb die Veranstalter hoffen, dass die angestoßenen Diskussionen fortgesetzt werden.

ICCS-TagungAm Nachmittag ging Prof. Dr. Eveline Gutzwiller-Helfenfinger, Gastprofessorin am Interdisziplinären Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung an der UDE, auf die schulischen Sozialbeziehungen im Prozess der politischen Sozialisation ein, was auf sehr großes Interesse stieß. Daniel Deimel, Universität Duisburg-Essen, Educational Research and Schooling, erläuterte in seinem Vortrag zum IEA-IDB-Analyzer interessierten Teilnehmenden, wie sie die ICCS-Daten für ihre eigenen Forschungen nutzen können.

ICCS-PodiumDen Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, bei der Prof. Dr. Sabine Manzel, CIVES School of Civic Education an der UDE, mit dem nationalen Studienleiter Prof. Dr. Hermann Josef Abs sowie den Politikdidaktiker*innen Prof. Dr. Tim Engartner (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Thomas Goll (Universität Dortmund), Prof. Dr. Monika Oberle (Universität Göttingen) und Prof. Dr. Andrea Szukala (Universität Münster) die Konsequenzen der Studie für die politische Bildung diskutierte.

Sehen Sie hier Impressionen von der Tagung.

Über die Kurzdokumentation zur Tagung sowie eventuelle Anschlussformate erfahren Sie hier auf unserer Website sowie über unseren CIVES-Newsletter.

Wir danken allen aktiven Referent*innen und allen Teilnehmenden für die lebendige Tagung und den ertragreichen Austausch!

Die ICC-Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung der CIVES! School of Civic Education, des Nationalen ICCS-Studienzentrums sowie des Interdisziplinären Zentrums für Bildungsforschung (IZfB) an der Universität Duisburg-Essen.

Feierliche Verabschiedung der Lehramtsabsolvent*innen

Herzlichen Glückwunsch zum Studienabschluss!

Absolvent*innenfeierGute Stimmung, lachende Gesichter und Blitzlichtgewitter im Audimax bei der Lehramtsabsolventenfeier. Am 13. April 2018 war es wieder soweit – das Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) verabschiedete in einer feierlichen Zeremonie die neuen Absolvent*innen aller Lehramtsstudiengänge. Hierunter waren natürlich auch wieder Kandidat*innen des Fachs Sozialwissenschaften.

Fünf Jahre Uni liegen hinter ihnen, eine intensive Lern- und Lebensphase. Jetzt freuen sich die „Master of Education“ darauf in Schule und Unterricht einzutauchen. So auch Ikram Astitouh, sie hat im Mai ihr Referendariat in Bielefeld begonnen und freut sich auf die Schüler*innen und das Lehrer*innen-Kollegium.

Claudia LuftClaudia Luft zieht es erst einmal weiter in die Forschung. Sie untersucht im BMBF-Projekt SchriFT II die Wechselbeziehung zwischen Kompetenzen im Fach Politik und Schreibkompetenzen in Deutsch bzw. der Herkunftssprache Türkisch in Hinblick auf die Entwicklung und Förderung einer biliteralen fachorientierten Gesamtkompetenz. Andere Absolvent*innen gehen vor ihrem Vorbereitungsdienst noch einmal ins Ausland. Doch unabhängig der weiteren Berufsschritte – am Tag der Absolventenfeier wurde erst einmal der Studienabschluss mit Uni-Ausbilder*innen, Familie und Freunden gefeiert.

AbsolventinnenStellvertretend für die Fakultät Gesellschaftswissenschaften gratulierte der Studiengangsbeauftragte Dr. Dennis Neumann den SoWi-Absolvent*innen ganz herzlich. Viele hat er selbst in seinen Fachdidaktik-Seminaren ausgebildet und auf ihrem Studienweg begleitet.

Chris WortmannBesondere Anerkennung gilt Chris
Wortmann
, Studien- und Unterrichtsfächer Sozialwissenschaften und Biologie. Er zählt zu den Notenbesten in der Schulform Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschule und wurde vom ZLB für seine hervorragenden Leistungen besonders geehrt.

Absolvent*innenfeier

 
 

Wir gratulieren Herrn Wortmann ebenfalls noch einmal ganz herzlich zu seinen ausgezeichneten Leistungen und wünschen allen Absolvent*innen für ihre zweite Ausbildungsphase an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und ihrer jeweiligen Schule viel Erfolg und Freude im Unterricht.

Bildnachweis:
Bilder 1,5 – ZLB/UDE
Bilder 2,3,4 – eigene Bilder CIVES/UDE

Sind Jugendliche fit für die
Demokratie?

Tagung zu den Ergebnissen der ICCS-Studie 2016

Aushang_ICCS_2018Wie sieht das politische Mindset von 14-jährigen Jugendlichen aus? Dies beantwortet die internationale Studie ICCS 2016 (International Civic and Citizenship Education Study), die die politische und zivilgesellschaftliche Bildung von Jugendlichen in 24 Schulsystemen weltweit untersucht. Für Deutschland nahmen rund 1.500 Achtklässler aus NRW teil.

Was sind die Ergebnisse im Detail und wie sind sie zu bewerten? Diesen Fragen widmet sich unsere ICCS-Tagung am 20.04.2018, u.a. mit Keynotes von Prof. Dr. Hermann Josef Abs und Prof. Dr. Jan van Deth, sowie vier Themenworkshops zu politischem Wissen und Argumentationsfähigkeit, Identität, Partizipationsbereitschaft sowie institutionenbezogenen Einstellungen von Schüler*innen.

Programm_ICCS_2018Am Nachmittag stehen Forschungsmöglichkeiten mit den ICCS-Daten, die Rolle von evidenzbasierten Ergebnissen für die Entwicklung von Bildungssystemen sowie schulische Sozialbeziehungen im Blickpunkt. Abschluss bildet eine Diskussionsrunde zu den Konsequenzen für die politische Bildung.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung und das Programm.

Wir werden im Nachgang der Konferenz auf dieser Seite berichten.

Die ICCS-Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung der CIVES! School of Civic Education, des Nationalen ICCS-Studienzentrums sowie des Interdisziplinären Zentrums für Bildungsforschung (IZfB) an der Universität Duisburg-Essen.

Pre-Conference-Workshop am 19.04.18

Einführung in MG-CFA für Nachwuchs-
wissenschaftler*innen

Im Vorfeld der ICCS-Tagung findet für die Nachwuchswissenschaftler*innen des Interdisziplinären Zentrums für Bildungsforschung (IZfB) einen Tag zuvor am 19.04.18 ein Methoden-Workshop an der Universität Duisburg-Essen statt: „Einführung in MG-CFA (Multiple Group Confirmatory Factor Analysis)“.

Im Kontext von internationalen Vergleichsstudien spielt die Vergleichbarkeit von latenten Konstrukten über die analysierten Länder hinweg eine herausragende Rolle. Im Rahmen von großangelegten Schulleistungsstudien wurde unter anderem ein Verfahren zur Evaluation der Konstruktvergleichbarkeit etabliert, welches auf Mehrgruppenvergleichen (MG-CFA, Multiple Group Confirmatory Factor Analysis) beruht. Im Rahmen des Workshops wird das Konzept der Messinvarianz sowie die Messinvarianzanalyse anhand von MG-CFA mit Mplus präsentiert. Das Analyseverfahren wird von den Teilnehmer*innen anhand von einfachen Beispielen in Mplus praktisch erprobt.

Referentin ist Dr. Agnes Stancel-Piątak, Deputy Head of Research, Analysis & Sampling Unit bei der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) in Hamburg.

Das Interdisziplinäre Zentrum für Bildungsforschung (IZfB) an der UDE unterstützt u.a. durch Methoden-Workshops die Ausbildung und die Vernetzung der Nachwuchswissenschaftler*innen im Bereich der Bildungsforschung.

Einladung zur Tagung „Fit for
Democracy?“ am 20.04.18

Austausch zu den Ergebnissen der ICCS-Studie 2016

Die internationale Studie ICCS 2016 (International Civic and Citizenship Education Study) untersucht die politische und zivilgesellschaftliche Bildung von 14-Jährigen in 24 Schulsystemen weltweit. Für Deutschland nahmen rund 1.500 Achtklässler aus NRW teil. Sie zeigten u.a. im europäischen Vergleich ein unterdurchschnittliches politisches Wissen und die Teilnahme an Wahlen spielt für sie keine große Rolle. (Für nähere Informationen lesen Sie hier die Pressemitteilung).

Am 20.04.18 möchten wir daher gemeinsam mit dem Nationalen ICCS-Studienzentrum und dem Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung die ICCS-Ergebnisse aus verschiedenen Perspektiven beleuchten: Wie gut werden Jugendliche in der Schule auf ihre Rolle als Bürger*innen vorbereitet? Was bedeuten die Befunde für uns als Ausbilder*innen, Lehrer*innen, politische Bildner*innen, Forscher*innen? Und wie wollen wir mit ihnen umgehen?

Hierfür möchten wir bei der Tagung
1) die Studienergebnisse vorstellen,
2) einzelne Aspekte in Workshops vertiefen sowie den
3) Forschungs- und Handlungsbedarf offen und vielstimmig diskutieren.
Sehen Sie hier das Programm.

Wir laden Sie herzlich zur Tagung ein!
Über Ihre Teilnahme und den Austausch mit Ihnen würden wir uns freuen.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich, mehr Infos hier auf unserer Konferenz-Unterseite.

CIVES-Forum #5 erschienen

Der Fachwortschatz in Politikschulbüchern
– Eine Analyse

Fachliches Lernen ist eng mit sprachlichem Lernen verknüpft. Im CIVES-Forum #3 wurde bereits Scaffolding als Unterstützungssystem im sprachsensiblem Fachunterricht vorgestellt.

Der neue Beitrag CIVES-Forum #5 betrachtet den Fachwortschatz im Politikunterricht näher. Was gehört dazu? Und wie wird er aufgebaut?

Für die politische Bildung sind bislang keine verbindlichen Bildungsstandards verabschiedet worden. Es gibt jedoch politikdidaktische Modelle, die essentielle Konzepte und konstituierende Fachwörter des Fachs beschreiben. Aber finden sich diese normativ entwickelten Fachwörter und Konzepte auch in den Schulbüchern?

Anhand einer linguistischen Korpusanalyse untersucht Mia Drippe exemplarisch drei aktuelle Schulbücher für das Unterrichtsfach Gesellschaftslehre in den 9. und 10. Klassen an nordrhein-westfälischen Gesamtschulen. Sie erfasst u. a. die 100 häufigsten Fachwörter und gleicht diese mit den politikdidaktischen Modellen ab. Angesichts der Popularität von Schulbüchern für die Unterrichtsplanung und durchführung ist die Beschaffenheit des Fachwortschatzes zur nachhaltigen Fachsprachenaneignung, und damit für den Erwerb von basalen politischen Kompetenzen, von besonderer Bedeutung.

Die Master-These wurde im Herbst 2017 an der Universität Duisburg-Essen an der Fakultät für Geisteswissenschaften im Fachbereich Linguistik verfasst und von Ulrike Haß und Michael Beißwenger betreut.